Esther 1

Dienstag, 5.Mai 2020 Hauskreis

Kontext:
Kultureller Kontext:
  • In dieser patriarchalischen Gesellschaft regierten die Männer und die Frauen mussten spuren.
  • König Xerxes/Ahasueros feierte 6 Monate.
Geographischer Kontext:

Das Reich der Babylonier war extrem groß, es reichte von Ägypten bis ins heutige Pakistan und umfasste 127 Länder mit deren Sprachen.

Historischer Kontext:
  • Die Juden waren ihren Souzerain Herren immer wieder ungehorsam gewesen, sodass Gott den Babyloniern erlaubte, sie gefangen fortzuführen.
  • Jetzt lebten viele Juden im babylonischen Reich, so auch in der Stadt Susa, in der diese Geschichte spielt.

Autor:

  • Der Autor ist unklar, aber er war wohl Jude und lebte in einer persischen Stadt.

Bibel:

  • Jesus oder die Apostel zitieren nie aus dem Buch Esther.
  • Esther ist ein einzigartiges literarisches Werk.
  • Das Purim-Fest hat seinen Ursprung im Buch Esther. Dabei wird jedes Jahr Esther als Festschrift gelesen.
Personen

Königin Wasti war eigentlich klug, nicht zu den betrunkenen Männern zu gehen, sie hatte ihre persönliche Würde. Sollte sie nicht eher gelobt, statt bestraft zu werden?

König Ahasueros

  • Er war sehr stolz.
  • Sein Status scheint sehr wichtig zu sein:
    • Hatte er Angst darum, seine Position, seinen Status zu verlieren
    • Er stellte seinen Reichtum zur Schau.
    • Er ließ alles Volk zählen.
    • Sind ihm die Zahlen zu Kopf gestiegen?
    • Er vertraute auf seine eigene Stärke und war niemand verantwortlich.
    • Macht zu haben kann sehr anstrengend sein, da man immer noch etwas braucht, um das Bisherige zu toppen.
    • Das Höchste, was König Ahasueros seinen Gästen bieten wollte, war die geschaffene Schönheit seiner Frau.
    • Ahasueros spielte seine Macht in seinem Reichtum aus.
    • Viel Macht war auf diese eine Person vereint.
  • Andererseits war er abhängig von anderen:
    • Er war abhängig von seinen Fürsten.
    • Er brauchte Bestätigung durch andere.
    • Seine Macht droht am Ungehorsam seiner Frau zu zerfallen – Häusliche Probleme können sehr viel Einfluss auf eine ganze Nation haben.
    • Er fragte seine Berater erst zu spät.

Mordechai und Esther

  • Sie hielten ihren Glauben geheim. Es kann manchmal gut sein, seinen Glauben nicht plakativ vor sich her zu tragen.
  • Beide waren sehr zurückhaltend, lebten aber nach Gottes Willen.
  • Ohne Königin Esther gäbe es wohl heute keine Juden

Beobachtungen:

  • Irgendwie existierte eine Angst vor Frauenherrschaft, das Thema „Der Mann ist Herr im Haus“ war wichtig.
  • Nachdem die Menschen viel gefestet hatten, waren sie am Schluss frustriert.
  • Der Name „Gott“ kommt in dem Buch nicht vor, trotzdem spielt er eine große Rolle.
  • Beziehung zwischen Mann und Frau ist sehr zentral in diesem Buch.
  • Auch in Nordkorea leben Menschen nach Gottes Willen, weil sie ihren Glauben nicht offen kommunizieren dürfen.

Lebenslektionen:

  • Gottes Souveränität kommt klar zum Ausdruck im gesamten Buch Esther.
  • Wenn der König (Jesus) ruft, sollen wir kommen.
  • Gott ist derjenige, der Status gibt.
  • Gott steht zu seinem Volk und hält sein Wort.
  • Gott ist immer am Arbeiten.
  • Wein sollte in Maßen getrunken werden.
  • Reichtum macht stolz und überheblich.
  • Was man zuerst sieht, ist nicht das Ende der Geschichte.
  • Es kommt schlecht, wenn man auf Menschen herumtrampelt.
  • Es hängt viel davon ab, welche Berater man sich sucht.
  • Bevor ich Freunde frage, was ich tun soll, frage ich Gott.
  • Lasse ich Berater zu, die etwas anderes sagen?

Fahrt im Dunkeln

Im Dunkeln breche ich um 4 Uhr morgens auf. Der Urlaub an der Ostsee neigt sich langsam dem Ende zu. Mein Fahrrad hatte ich bereits abends präpariert mit meinen Satteltaschen und jetzt gilt es nur noch ein paar letzte Kleinigkeiten einzupacken. Ich hatte auf Mond gehofft, aber der lässt sich an jenem Morgen im August 2019 nicht blicken. So fahre ich im Dunkeln die bekannte Strecke zum Greifswalder Bahnhof. Drei Kilometer können da ganz schön lang sein. Zeit hatte ich genug eingeplant und so fahre ich langsam und vorsichtig, um kein Hindernis zu übersehen. Auf einmal verliere ich etwas. Was das wohl war? Ich drehe um und sammle meine verloren gegangene Fahrradpumpe wieder ein. Die gesamte Situation erinnert mich an einen Vers in der Bibel:

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ Psalm 119, 105.

So wie ich an jenem Morgen dankbar bin für mein Fahrradlicht, bin ich auch dankbar, dass Gottes Wort mir Licht und Wegweisung gibt für jeden neuen Tag. Manchmal gibt es Wegstrecken, wo man ganz langsam fahren muss, damit man nicht in Gefahr gerät. Auch bekannte Strecken sind bei Dunkelheit nicht unbedingt einfach zu meistern.

Bei der Ankunft am Bahnhof bin ich dann doch erleichtert. Hier ist alles hell erleuchtet und ich habe noch genug Zeit, zu warten bis der Zug kommt. Wie schön, dass dieser Teil meiner Reise auch gut ging. Wie so viele Male wurde ich auch hier wieder daran erinnert, dass Gott mir an jedem Tag neu mit seinem Licht leuchtet. Dafür bin ich von Herzen dankbar.

Meine nächste Station ist Berlin. Inzwischen ist die Sonne aufgegangen und jetzt genieße ich den zweistündigen Aufenthalt bis mein ICE nach Frankfurt abfährt. Das Brandenburger Tor und der Reichstag in der Nähe des Bahnhofs sind mein Zwischenziel. Was für ein herrlicher Morgen und so früh ist auch noch recht wenig los. Wie schön! Wenn man sich im Dunkeln aufmacht, hat man immer die Hoffnung darauf, dass das Licht durchbricht. Das macht Mut, sich immer wieder trotz Dunkelheit auf neue Wagnisse einzulassen.

(c) Katharina Kopp August 2019

Furcht?

„Denn der Geist, den ihr empfangen habt, macht euch nicht zu Sklaven, sodass ihr von neuem in Angst und Furcht leben müsstet; er hat euch zu Söhnen und Töchtern gemacht, und durch ihn rufen wir, wenn wir beten: Abba Vater. Ja, der Geist bezeugt es uns in unserem Innersten, dass wir Gottes Kinder sind.“ Römer 8, 15-16

Wenn Gott dass Fundament unseres Lebens ist, müssen wir uns nicht fürchten. Er hat uns zu seinen geliebten Söhnen und Töchtern gemacht und passt gut auf uns auf. Wir müssen uns nicht von Angst und Furcht bestimmen lassen. Das macht auf Dauer das Gemüt krank. Wir sind geschaffen zur Gemeinschaft miteinander und mit Gott.

Unser himmlischer Vater weiß, was wir brauchen und gibt es uns gerne. Er möchte, dass es seinen geliebten Kindern gut geht. Dabei ist das Wichtigste, dass wir nahe bei ihm bleiben und uns als seine Kinder bei ihm bergen, wenn Gefahr droht. Auch wenn wir in Not sind, dürfen wir sicher sein, dass er uns hält und uns durch alles hindurch trägt.

Lieber Vater, als dein geliebtes Kind muss ich keine Angst mehr haben, weil du versprochen hast, immer mit mir zu sein. Ich lege alle Angst und Furcht bei dir ab und wende mich in allen Fragen und Nöten, die mich knechten wollen vertrauensvoll an dich. Amen.

Vertrauen

Worauf verlassen wir uns? Auf was achten wir? Vertrauen wir auf Menschen, die uns heute dies und das versprechen, aber es morgen vergessen haben und uns ignorieren oder gar angreifen? Verlassen wir uns auf Versprechen von Menschen, die uns schon so oft enttäuscht haben, weil wir uns an jeden Strohhalm der Hoffnung klammern wollen? Der Psalmist (Psalm 118, 8) im Alten Testament spricht hier recht klar:

„Es ist gut, auf den HERRN vertrauen und nicht sich verlassen auf Menschen.“

Achten wir darauf, wem wir unser Vertrauen geben! Lassen wir uns nicht einwickeln von schimmernden Glanzbildern, die uns etwas vorgaukeln, was nicht der Wirklichkeit entspricht. Wenn wir unser Vertrauen auf unseren Herrn setzen, wird er uns niemals enttäuschen. Er geht uns auf unserem Weg voran und hat versprochen, uns niemals alleine zu lassen. Darauf können wir unsere Hoffnung setzen. Er gibt uns Zukunft und eine Perspektive.

Lieber Vater, danke, dass du uns Perspektiven gibst, mit denen wir niemals gerechnet hätten. Du bist absolut vertrauenswürdig. Wenn Menschen uns enttäuschen, dann gibst du uns wieder Hoffnung und Zuversicht. Danke, dass wir fest auf dich vertrauen dürfen. Amen.

Ein neuer Tag

Jeder Tag bietet so unendlich viele Chancen. Wir wissen nie im Vorfeld, was kommt. Der eine Tag beginnt mit einer schlechten Stimmung und geht mit so vielen guten Erfahrungen weiter, dass die Stimmung massiv umschlagen kann. Sehr viele Faktoren bestimmen unser Empfinden dessen, wie wir einen Tag wahrnehmen. Ein guter Tag beginnt vielleicht bereits mit einem guten Impuls, der uns Mut für den neuen Tag gibt, ein schlechter beginnt mit dem Gedanken an ein Problem oder eine missliche Lebenssituation. Ein Tag, der eigentlich gut begonnen hatte, kann auch durch einen unliebsamen Zwischenfall plötzlich ins Gegenteil umschlagen.

Aber ich habe Einfluss darauf, wie sehr ich diese Faktoren mein Wohlbefinden beeinflussen lasse. Ich kann aufstehen und mich entscheiden, diesen Tag in Gottes Hand zu legen. Wenn ich mich morgens bereits mit Gottes Liebe füllen lasse, dann gibt mir dies für mich selbst genug Lebenskraft und ich habe auch noch genug für meine Mitmenschen. Wir alle hungern nach Liebe und Anerkennung. Wenn wir einander damit beschenken, können wir auch selbst erleben, wie wir beschenkt werden.

Bereits Salomo wusste, dass Tage sehr unterschiedlich aussehen können. In Prediger 7, 14 schreibt er: Am guten Tage sei guter Dinge, und am bösen Tag bedenke: Diesen hat Gott geschaffen wie jenen, damit der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist.

So nehmen wir auch diesen Tag aus deiner Hand, lieber Vater. Lehre mich, jeden Tag aus deiner Hand zu nehmen und nicht zu verzagen, auch wenn manche Wendungen während des Tages eher ungut scheinen. Du führst alles zu einem guten Ende, dafür danken wir dir. Amen.

Glaube? – Trust?

„Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Hebräer 10, 35

„Wärst du bereit, in die Schubkarre zu steigen?“ Ich überlegte. Wir hatten eben eine Geschichte gehört, die meinen Glauben sehr herausforderte. Im Jahr 1859 hatte Charles Blondin 25 000 Zuschauer in Atem gehalten mit dem Versprechen, auf einem Seil die Niagara Fälle von Amerika (USA) nach Kanada zu überqueren. 340 m lang in 50 m Höhe überquerte er so die Niagarafälle als Erster auf einem Hochseil. Aber er ließ es nicht bei einem Mal bewenden, sondern suchte neue Herausforderungen bei jedem Mal der Überquerung. Schließlich fragte er jemanden, ob er glaube, dass er, Blondin eine Schubkarre mit einem Menschen darin auf die andere Seite fahren könne. Die Person bejahte, überzeugt von dessen Können. Doch nun folgte die Aufforderung: Setz dich in die Schubkarre! Der Mann trat zurück – er war nicht bereit, dies zu tun. „Glaubte“ er wirklich oder war es nur eine Theorie. In Wirklichkeit war es ein reines Lippenbekenntnis, er war nicht bereit, sein Leben in Blondins Hand zu legen – und ehrlich: ich hätte das vermutlich auch nicht gemacht.

Für mich war dies jedoch eine Illustration für eine ähnliche, sehr persönliche Frage: Bin ich bereit, ganz auf Gott zu vertrauen, auch in Situationen, die ausweglos oder hoffnungslos aussehen? Bin ich bereit, eigene Sicherheiten loszulassen, die keine wirklichen Hilfen sind. Nach längerem Ringen mit mir selbst, entschied ich, mein Leben nochmal ganz neu Gott vollkommen auszuliefern und ihm in allem zu vertrauen. Seither darf ich immer wieder erleben, wie er mich trägt, auch in herausfordernden Situationen. Und so wage ich es, diese sehr persönliche Frage weiterzugeben: Bist du, sind Sie bereit, in Gottes Schubkarre einzusteigen und ihm völlig zu vertrauen?

Lieber Vater, wir danken dir, dass wir dir vollkommen vertrauen dürfen. Unsere eigenen Sicherheiten sind manchmal so nutzlos und helfen letztlich gar nicht. Bitte hilf uns, dir so zu vertrauen, dass wir auch aufs Ungewisse Wagnisse eingehen können, weil wir wissen, dass du unsere Angst und Ungewissheit besiegst. Amen.

Trust

„Therefore do not throw away your confidence, which has a great reward.“ Hebrews 10:35

„Would you be willing to get in the wheelbarrow?“ I thought about it. I had just heard a story that challenged my faith. In 1859, Charles Blondin had kept 25,000 spectators in suspense with the promise of crossing Niagara Falls on a rope from America (USA) to Canada. 340 m long and 50 m high, he was the first to cross Niagara Falls on a tight rope. But he did only do it once, he sought new challenges each time he crossed. Finally, he asked someone if he thought that he, Blondin, could push a wheelbarrow with a person in it to the other side. The person said yes, convinced of his ability. But now the request followed: „Sit in the wheelbarrow! The man stepped back – he was not prepared to do so. Did he really „believe“ it or was it just theory. In reality it was an empty confession, he was not prepared to put his life in Blondin’s hands – and honestly: I probably wouldn’t have done that either.

However, for me this was an illustration of another, very personal question: Am I ready to trust God completely, even in situations that look hopeless? Am I ready to let go of my own securities, which are no real help. After a long struggle with myself, I decided to give my life completely to God once again and trust Him in everything. Since then I have experienced again and again how he carries me even in challenging situations. And so I dare to pass on this personal question to you: Are you willing to get into God’s wheel barrow and trust him completely?

Dear Father, we thank You that we may trust You completely. Our own certainties are sometimes so useless and ultimately do not help at all. Please help us to trust you in such a way that we can also take risks, because we know that you conquer our fear and uncertainty. Amen.

Der FELS – The ROCK

Der FELS

Es war Nacht und wir waren in einem Dorf in den Bergen Fidschis im Südpazifik. Sechs Leute gehörten zu unserem Team, drei Fidschianerinnen, zwei Jungs aus Papua Neuguinea und ich als einzige Deutsche. Solche interkulturellen Teams sind nicht immer so einfach zu handhaben, es gibt kulturelle und sprachliche Herausforderungen und so war die Situation auch hier nicht unbedingt einfach. Der Mangel an Elektrizität war nicht unser größtes Problem. Doch in jener Nacht wachte ich auf und hatte einfach nur eine Bibelstelle im Kopf: Deuteronomium 32, 4.
Zuerst überlegte ich, dass es etwas kompliziert wäre, meine Bibel und ein Licht zu organisieren, doch ich merkte, es war wichtig, die Stelle sofort nachzulesen. Und ich wurde sehr ermutigt durch das, was ich las. Bis heute habe ich den Vers nie vergessen:
„Er ist der Fels. Seine Werke sind vollkommen; denn alle seine Wege sind recht. Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.“
Der FELS – so steht es da. Es gibt nur einen Felsen, der niemals wanken wird. Ich war absolut erstaunt, wie Gott mich zu einer Stelle geführt hatte, die so in meine Situation sprach und mich ermutigte. Ich hatte irgendwie versucht, die schwierige Teamsituation eigenständig zu lösen und war gescheitert. Doch hier fand ich die Lösung. Gott ist der Fels und ich durfte erleben, wie er auch durch diese Situation sich als der Gerechte und Vollkommene erwiesen hat.

Lieber Jesus, du bist der Fels und wenn wir auf dich unser Leben bauen, so stehen wir fest gegründet, auch wenn Stürme um uns herum toben. Danke, dass du uns Sicherheit und Schutz bist und dich auch in schwierigen Situationen als gerecht und wahrhaftig erweist. Amen.

Einen gesegneten Tag gegründet auf dem Fels, der Jesus heißt!

THE ROCK

It was night and we were on staying in a village in the mountains of Fiji in the South Pacific. Six people were in our team, three Fijians, two boys from Papua New Guinea and I was the only German. Such intercultural teams are not always easy to handle, there are cultural and linguistic challenges and so the situation was not necessarily easy either. The lack of electricity was not the biggest problem there. One night I woke up with just one Bible passage in my mind: Deuteronium 32, 4.
At first I thought that it would be a bit complicated to get to my Bible and organize a light, but I realized it was important to read the passage immediately, to this day I have never forgotten what is written there:
„The rock. His work is perfect; for all his ways are just. A God of faithfulness and without injustice, righteous and upright is he.“
The ROCK – that’s what it says. There is only one rock that will never move. I was absolutely amazed how God had led me to a place that spoke to my situation in this way and encouraged me in such a unique way. I had somehow tried to solve the difficult team situation on my own and had failed. But here I found the solution. God is the rock and I was able to experience how he showed himself as just and perfect even in this situation.

Dear Jesus, you are the rock and if we build our life on you, then we are firmly founded, even if storms rage around us. Thank You for being our security and protection and for proving to be just and true even in difficult situations. Amen.

Have a blessed day founded on the rock whose name is Jesus!

Die Himmel erzählen – Heavens tell

„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern.“ Psalm 19, 2-3

Wenn wir an den Himmel schauen, was sehen wir dort? Wie erzählen die Himmel Gottes Ehre? Dieser Tage fliegen in unserer Gegend viele Milane durch die Lüfte. Was für faszinierende Vögel! Große Flügel, einen langen, gefächerten Schwanz, bewegen sie sich fast graziös trotz ihrer Größe. Sie sind Suchflugjäger, die auf sehr vielfältige Weise ihre Beute suchen und jagen und sich dabei immer wieder lokalen Gegebenheiten anpassen. Wie viele Vögel, wie viele Tiere auf dem Festland und im Wasser gibt es, die alle auf ihre Weise ihr Leben fristen, jeder wieder vollkommen anders. Wie kreativ wurde dies alles erschaffen und auf ihre ganz eigene Weise erzählen sie von Gottes Größe! Noch etwas anderes erkennen wir am Himmel: wir erkennen, dass der Regen und die Sonne zur rechten Zeit kommen. Dafür danken wir – auch wenn wir manchmal unsere ganz eigenen Präferenzen haben, bezüglich der zeitlichen Abfolge.

Herr, unser Gott, wenn wir dies alles betrachten, die Tiere, die Pflanzen, alles, was wir in deiner Schöpfung so sehen, erkennen wir dahinter einen unendlich liebevollen, großartigen Gott. Du sorgst dafür, dass alles gut zusammenpasst, dass jedes Tier seinen Lebensraum hat und auch für uns Menschen hast du Raum geschafften. Dafür danken wir dir, auch für den Regen, den das Land so dringend braucht. Amen.

Schauen wir heute immer mal wieder in den Himmel und danken Gott für seine Größe!

“ The heavens declare the glory of God; the skies proclaim the work of his hands. Day after day they pour forth speech; night after night they reveal knowledge.“ Psalm 19, 1-2

When we look at the sky, what do we see? How do the heavens declare the glory of God? These days many kites (a specific bird) fly through the air in our region. What fascinating birds! Big wings, a long, fanned out tail, they move almost gracefully despite their size. They are search-flight hunters, who search and hunt their prey in many different ways, always adapting to local conditions. How many birds, how many animals on land and in the water are there? All of them live their lives in their own way, each one completely different. How creatively was all this created and in their own unique way they tell of God’s greatness! There is something else we can see in the sky: we notice that the rain and the sun come at the right time. For this we give thanks – even if we sometimes have our own preferences regarding the chronological order of rain and sun.

Lord our God, when we look at all this, the animals, the plants, everything we see in Your creation, we recognize an infinitely loving, great God behind it. You make sure that everything fits together well, that every animal has its habitat, and You have also created space for us humans. We thank you for this, also for the rain, which our land so urgently needs. Amen.

Gehorsam – Wisdom

Der Herr (Yahweh) sprach zu Salomo: Bitte, was ich dir geben soll! Salomo sprach: Du wollest deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, dass er dein Volk richten könne und verstehe, was gut und böse ist.“ 1. Könige 3, 5-9

Salomo hatte eine große Aufgabe vor sich. Er sollte das Volk Israel führen, wie es sein Vater David bereits gemacht hatte. Kein leichtes Unterfangen! Es gibt durchaus einfachere Aufgaben. Wie macht man so etwas? Wie geht man an eine große Herausforderung heran? Es gibt sicher unterschiedliche Vorgehensweisen mit verschiedenen Schwerpunkten, die auch von der jeweiligen Person abhängen. Aber allen gemeinsam tut es gut, sich am Vorgehen Salomos zu orientieren.

Treten wir einen Schritt zurück und stellen wir uns vor, uns würde das passieren: da erscheint Gott selbst und sagt zu uns: Bitte, was ich dir geben soll? Wie würden wir diese Frage beantworten? Salomo entscheidet sich für die bescheidene Bitte, Gott mit an dieser großen Aufgabe zu beteiligen, die vor ihm lag. Er erkannte, dass er es aus eigener Kraft nicht schaffen würde, dieses Volk zu richten und zu führen. Und die Weisheit, eine große oder auch eine kleine Aufgabe zu erfüllen kommt letztlich aus einem gehorsamen Herzen gegenüber Gott. Wenn wir ihm vertrauen, dass er uns leiten kann in dem, wie bestimmte Abläufe am besten gehen können, wie wir unsere täglichen Aufgaben angehen können, sind wir auf der sicheren Seite.

Lieber Vater, täglich begegnen uns neue Aufgaben und Herausforderungen. Manches scheint zu groß für uns. Wir bitten dich, dass du uns ein gehorsames Herz gibst, dich in allem zu erkennen. Schenke du uns deine göttliche Weisheit in dem, wie wir unsere Pflicht tun. Amen.

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The Lord (Yahweh) said to Solomon: „Ask, what I shall give you! Solomon said, „You would give your servant an obedient heart to judge your people and understand what is good and what is evil. 1 Kings 3, 5-9

Solomon had a great task before him. He was to lead the people of Israel as his father David had already done. No easy task! There are much easier tasks. How do you do that? How do you approach a great challenge? There are certainly different approaches with different emphases, which also depend on the individual person. But it is helpful for all of us to orientate ourselves on Solomon’s approach.

Let us take a step back and imagine that this would happen to us: God Himself appears and says to us: Please, what do you want me to give you? How would we answer this question? Solomon chooses the humble request to involve God in this great task that lay before him. He realized that he would not be able to judge and lead this people by his own strength. The wisdom to fulfill a great or even a small task ultimately comes from an obedient heart towards God. If we trust him to guide us in how certain processes can best work, how we can approach our daily tasks, we have a secure foundation.

Dear Father, every day we face new tasks and challenges. Some things seem too big for us. We ask you to give us an obedient heart to recognize you in everything. Give us your divine wisdom in the way we do our duty. Amen.

Durchhalten – Perseverance

„Jeder, der an einem Wettkampf teilnehmen will, unterwirft sich einer strengen Disziplin. Die Athleten tun es für einen Siegeskranz, der bald wieder verwelkt. Unser Siegeskranz hingegen ist unvergänglich.“ 1. Korinther 9, 25

Bei einem Wettkampf ist Durchhalten gefragt, genau wie im richtigen Leben auch. Ich erinnere mich noch gut an meinen – bisher einzigen – Halbmarathon, an dem ich vor einigen Jahren teilnahm. Es war ein guter Lauftag, aber ich schaffte es nur, weil ich monatelang trainiert hatte. Strenge Disziplin ist gefragt, wenn man etwas erreichen will. Am Ende erhielt ich eine Urkunde, aber diese tiefe Befriedigung darüber, ein langjähriges Ziel erreicht zu haben, war viel größer. Genauso ist es in unserem Leben auch. Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir trainieren, wir dürfen nicht aufgeben. Als Lehrer und Eltern sind wir momentan in einer herausfordernden Situation, ähnlich einem Wettkampf. Seit nun sechs Wochen plus zwei Wochen Osterferien werden viele Kinder zu Hause gehalten und dürfen nicht zur Schule. Vielleicht ein täglicher Kampf, bei dem es oft ums Überleben geht. Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern disziplinieren wir uns und sorgen für ein gutes Umfeld, damit wir selbst und unsere Lieben gut durch diese Krise kommen – und das ist ja wichtiger als jeder Siegeskranz und jede Urkunde. Und der größte Preis wartet noch am Ende auf uns, wenn wir in unserem Leben am Glauben festgehalten haben.

Lieber Vater, es ist manchmal gar nicht einfach, in herausfordernden Situationen durchzuhalten. Manchmal würden wir am liebsten aufgeben. Sei du mit uns und hilf du uns, täglich neu die Kraft zum Weitermachen zu erhalten, wenn es schwierig wird. Amen.

„Everyone who competes in the games goes into strict training. They do it to get a crown that will not last, but we do it to get a crown that will last forever.“ 1 Corinthians 9:25

In a competition, perseverance is required, just like in real life. I still remember well my – so far only – half marathon, in which I took part a few years ago. It was a good running day, but I only managed it because I had trained for months. Strict discipline is required if you want to achieve something. In the end I received a certificate, but this deep satisfaction of having reached a long term goal was much greater. It is the same in our lives. If we want to achieve something, we must train, we cannot give up. As teachers and parents, we are currently in a challenging situation, similar to a marathon. For six weeks now, plus two weeks of Easter holidays, many children are kept at home and are not allowed to go to school. Maybe a daily struggle, where it is often about survival. Let us not be discouraged, but let us discipline ourselves and provide a good environment so that we ourselves and our loved ones can get through this crisis well – and that is more important than any crown or certificate. And the biggest prize waits for us at the end when we have endured in faith in our lives.

Dear Father, sometimes it is not at all easy to keep going in challenging situations. Sometimes we would like to give up. May you be with us and help us to receive the strength to carry on every day anew when it life becomes difficult. Amen.