Die Frage stellte ich mir, als ich auf meine Zugverbindung schaute. In der Regel ist das zu knapp und ich versuche, mehr Zeit einzukalkulieren. Aber irgendwie war es auf meiner Heimfahrt von Weihnachten bei meiner Familie zu dieser Verbindung gekommen.
Da ich bereits 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges am Bahnhof bin, hole ich mir noch einen 1000 Seiten Schmöker („Säulen der Erde“ von Ken Follett) aus dem Bücherschrank und fange an zu lesen.
Eislingen:
Der Zug kommt - pünktlich.
Ich steige ein, setze mich und lese.
Sturtgart:
Der Zug kommt pünktlich an. Ich bin mittlerweile tief in meinem mittelalterlichen Roman versunken.
Stuttgart: 7 Minuten Umsteigezeit - Der ICE steht bereit.
Ich steige ein, verstaue mein Gepäck, setze mich und lese weiter. Die mittelalterlichen Szenen nehmen mich gefangen.
Frankfurt:
Ich steige um in einen Regionalzug und lese weiter. Fast versäume ich meinen Umstieg. Mittlerweile bin ich tief im Mittelalter versunken. Das wird noch ein paar Wochen so bleiben.
Gießen:
Ein weiterer Regionalzug steht bereit. Er bringt mich nach insgesamt 4 Stunden 16 Minuten und 100 Seiten an mein Ziel. Pünktlich. Mittlerweile bin ich wieder in der Gegenwart aufgetaucht.
So macht Bahnfahren richtig Spaß!!
Manchmal scheint das Gewöhnliche nicht erwähnenswert. Manchmal sollte man es dennoch tun. ich bin dankbar, dass ich pünktlich zu Hause ankam und meinen Folgetermin problemlos wahrnehmen konnte. Dafür mal ein fettes Danke an die deutsche Bahn. Kontrolliert wurde ich übrigens in keinem einzigen der Züge. Ob das wohl der Grund für die Pünktlichkeit war?
(c) Katharina Kopp








