Fahrt im Dunkeln

Im Dunkeln breche ich um 4 Uhr morgens auf. Der Urlaub an der Ostsee neigt sich langsam dem Ende zu. Mein Fahrrad hatte ich bereits abends präpariert mit meinen Satteltaschen und jetzt gilt es nur noch ein paar letzte Kleinigkeiten einzupacken. Ich hatte auf Mond gehofft, aber der lässt sich an jenem Morgen im August 2019 nicht blicken. So fahre ich im Dunkeln die bekannte Strecke zum Greifswalder Bahnhof. Drei Kilometer können da ganz schön lang sein. Zeit hatte ich genug eingeplant und so fahre ich langsam und vorsichtig, um kein Hindernis zu übersehen. Auf einmal verliere ich etwas. Was das wohl war? Ich drehe um und sammle meine verloren gegangene Fahrradpumpe wieder ein. Die gesamte Situation erinnert mich an einen Vers in der Bibel:

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ Psalm 119, 105.

So wie ich an jenem Morgen dankbar bin für mein Fahrradlicht, bin ich auch dankbar, dass Gottes Wort mir Licht und Wegweisung gibt für jeden neuen Tag. Manchmal gibt es Wegstrecken, wo man ganz langsam fahren muss, damit man nicht in Gefahr gerät. Auch bekannte Strecken sind bei Dunkelheit nicht unbedingt einfach zu meistern.

Bei der Ankunft am Bahnhof bin ich dann doch erleichtert. Hier ist alles hell erleuchtet und ich habe noch genug Zeit, zu warten bis der Zug kommt. Wie schön, dass dieser Teil meiner Reise auch gut ging. Wie so viele Male wurde ich auch hier wieder daran erinnert, dass Gott mir an jedem Tag neu mit seinem Licht leuchtet. Dafür bin ich von Herzen dankbar.

Meine nächste Station ist Berlin. Inzwischen ist die Sonne aufgegangen und jetzt genieße ich den zweistündigen Aufenthalt bis mein ICE nach Frankfurt abfährt. Das Brandenburger Tor und der Reichstag in der Nähe des Bahnhofs sind mein Zwischenziel. Was für ein herrlicher Morgen und so früh ist auch noch recht wenig los. Wie schön! Wenn man sich im Dunkeln aufmacht, hat man immer die Hoffnung darauf, dass das Licht durchbricht. Das macht Mut, sich immer wieder trotz Dunkelheit auf neue Wagnisse einzulassen.

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