Der Blick auf diese Steinsäulen wirft einige Fragen auf, die mich ins Nachdenken bringen. Diese unterschiedlich hohen Säulen sind nur wertvoll durch ihre Verschiedenartigkeit. Keine wäre etwas ohne die anderen. Ist das mit uns Menschen nicht genauso? Warum schauen wir auf uns selbst oder andere herab?
GROß oder klein,
Mit oder ohne Schein?
# Was sagt dein Spiegel über dich?
REICH oder arm,
Viel oder wenig Charme?
# Was sagt dein Nachbar über dich?
Geliebt oder gehasst,
gehetzt oder auf Rast?
# Was sagt dein Schöpfer über dich?
BEDEUTEND oder unbedeutend
# Woran machst du das fest?
BELIEBT oder übersehen
# Was gibt dir den Rest?
KLUG oder dumm?
# Was macht das aus?
# Wer sagt dir, wer du bist?
Schau in den Spiegel -
Es ist gut, dass du bist.
Dies ist ein Beitrag zur kollektiven Schreibaktion „Der Dienstag dichtet“ von Katha kritzelt. Die Idee hinter der Schreibaktion ist, jeweils am Dienstag ein Gedicht über etwas zu veröffentlichen, was den Autor / die Autorin gerade bewegt.
Begegnung mit einer Liebenden über die Grenzen der Zeit hinweg – Nachklang eines Meditationsabends mit Texten von Mechthild von Magdeburg (1207-1282).
Die wahre Gottesliebe hat 7 Zugänge (Formen): Die fröhliche Liebe geht den Weg voran, die fürchtende Liebe nimmt Mühsal an, die starke Liebe kann viel tun, die liebende Liebe nimmt keinen Ruhm, die weise Liebe hat Erkenntnis, die freie Liebe lebt ohne Herzeleid, die mächtige Liebe lebt immer in Seligkeit. Mechthild von Magdeburg (II, 11)
Liebende Liebe erfasst mich, Fröhlich geht sie den Weg voran, Wirft Eigenliebe hinter sich, Durchdringt mich, bricht sich Bahn. Kein Quentchen Ruhm für mich, So führt sie stark, auch steil bergan.
Befreite Liebe lässt den andern leben, Frei ist sie ganz von Druck und Zwang, Kann befreit empfangen, weitergeben, Erwartungsfrei ohn' alle Bang, Auch frei von allem eig'nen Streben. Geduldig ist sie auf Empfang, Bedingungslos ihr Leben lang.
Starke Liebe behält die Sicht, Verwurzelt hält sie Stürme aus, Steht fest und wankt auch nicht. Suchende führt sie sicher ins Haus, Achtet, dass mich nichts anficht. Angst und Furcht wirft sie hinaus, Und scheint mit ihrem hellen Licht, Auf alle, die hier gehen ein und aus.
Fröhliche Liebe sieht die Geschenke am Wegesrand, Geht über vor Lob und Preis zu Gottes Ehr. Führt liebevoll mich in ein neues Land. Schon lange sehn' ich mich danach so sehr.
Hingebende Liebe schenkt sich immer mehr, Empfängt mich liebevoll mit off'nen Armen, Bedrängt mich nicht, ist immer zugewandt, Ich nur allein bin dein Begehr, Zuwendend, liebend, voll Erbarmen, Füllt mir den Becher bis zum Rand!
Bedingungslose Liebe schenkt mir Zeit, zärtlich, schenkend, wartend bietet sie sich an, Umhüllt mich, macht mein Herz ganz weit. Ich schmieg mich an so dicht ich kann. Sie kennt mich, sucht mich allezeit, Und spürt schon lange, wenn ich nicht mehr kann. Sie lässt sich ein, vertreibt die Einsamkeit. Für immer zieht sie mich in ihren Bann.
Schreib' deine Liebe auf mein Herz, Vertreib' damit auch allen Schmerz! Du Liebe, stärker als der Tod, Lieb' mich nach Hause, hin zu meinem Gott!
Meinen Eltern zur Goldenen Hochzeit am 8. August 2020 sangen wir ein schwäbisches Lied nach der Melodie „Uf de schwäbsche Eisabahna“. Die Legende besagt gewisse Ähnlichkeiten zu tatsächlichen Begebenheiten, die aber von der Autorin aus nachvollziehbaren Gründen nicht abschließend erforscht werden konnten. Bei Verständnisschwierigkeiten gibt es kostenlose Unterstützung 😉 auf Anfrage.
Uf de schwäbsche Eisabahna isch amol a Mädle gfahra, nach Blaubeura geng i gern, gar net in so weiter Fern. Gholfa hot se dort im Haushalt, putza, kocha, wasche, backe, Arbeit gabs gar viele dort, mit 8 Kinder do vor Ort. Trula, trula, trulala, trula, trula, trulala Wain, Blaubeura, Tübinga – se wet au gern zu zweit singa.
Dr wahre Zweck vo dera Reis, den zom Feira semir do, Sympathie war do zuhauf, so nahm des Gschichtle dann sein Lauf. Jugendliebe braucht ihr Zeit, fort war Annemarie ganz weit Beide warn no net bereit, dass des ebbes wird zu zweit. Trula, trula, trulala, trula, trula, trulala München, Ulm, noi Tübinga – se wetet gern zu zweit singa.
10 Johr hot er sich erbeta ond des hot er dann au ghalta S Briefla kam bei ihra a, se hot sich gfrogt „Was will der Ma?! S’hot dann no a Weile dauret bis mr sich denn au hot trauet. Doch gut Ding will Weile ha ond des war an guter Pla. Trula, trula, trulala, trula, trula, trulala Rond oms Ländle sen se greist – ond des imme gute Geischt.
Manch Detail isch unterblieba, was die zwoi die Johr hend trieba, und des hot ja au sein Sinn, froget selber ohnehin Mir wünschet euch von Herzensgrund: bleibt so fröhlich ond au gsund. Dann gibt’s no viele gute Johr, und ihr singet schön im Chor. Trula, trula, trulala, trula, trula, trulala Rond oms Ländle send ihr greist – ond des imme gute Geischt.
Dann plötzlich wusst' ich, was es war, Auf einen Schlag so sonnenklar: Den Frühling hatte ich vermisst, Von soviel Schönheit wurd' ich heut' geküsst.
Wo kamst du her, herrliche Pracht? Nach dieser langen dunklen Zeit, Brichst du jetzt durch mit aller Macht. Heut zeigst du dich in buntem Kleid.
Dies' große, weite Blütenmeer, Tank' auf, mein Herz, nimm' immer mehr. Doch Bote bist du nur für den, ihn kann ein suchend' Herz schon seh'n.
Vorbei sind endlich Schmerz und Not, Du hast bezahlt mit deinem Tod. Wo komm' ich her, wo will ich hin? Nur dich zu suchen ist mein Sinn.
Der Fluss meandert durch das Tal, Und nahm mir weg so manche Qual. Doch frisches Wasser schenkst du mir, Aus deinem Quell, das dank' ich dir.
Mein Herz ist froh und neu beschwingt, Und tief in mir die Seele singt. Mein ewigtreuer Herr bist du seit vielen Tagen, Geduldig hörst du alle Fragen und auch Klagen.
Auch eine Antwort wirst du geben, Manche erst im nächsten Leben. Wir legen vor dich allen Spott. Fest trauen wir dir, treuer Gott.
Ein paar provozierende Gedanken und Fragen an mich selbst – und vielleicht auch an dich.
In was für einer Zeit leben wir?
In was für einer Zeit wollen wir leben?
Ist es Zeit für eine „Zeitumstellung“ im übertragenen Sinn?
Mal wieder eine Stunde weniger Schlaf, Für viele ist das richtig taff. Die Zeiten ändern sich, das will der Jahreskreis. Auch fehlen Zeiten der Begegnung in unsrer Lieben Kreis
Verpasste Zeit, mit Menschen Gemeinschaft zu pflegen, Wäre es an der Zeit, sich aufeinander zu zu bewegen? Oder ist das die Zeit sich fernzuhalten vom Umarmen? Ach, lieber Herr, hab‘ doch bitte bald Erbarmen!
Eine neue Zeit - Zeit der Buße und Umkehr? Nutzen wir es als Zeit der Stille, der Einkehr! Als Zeit des Fragens „Was will unser Herr?“ Nehmen wir Zeit zu hören, dass er uns belehr?! Warten wir auf unser voriges Leben allzu sehr? Oder besinnen wir uns auf die Suche nach mehr?
Ist es Zeit, zufrieden in Sicherheit zu wohnen? Ihn zu suchen könnte sich wirklich lohnen. Sollten wir auf eigene Stärke vertrauen? Oder ist es an der Zeit, Gottes Haus zu bauen?
Ist es Zeit zu fragen: „Was willst du denn, Herr?“ Lösungen und Antworten, die suchen wir so sehr. Nehmen wir uns Zeit, nach ihm zu fragen? Oder hören wir nur, was Nachrichten und Politiker sagen?
Müssen wir Menschen mit anderen Meinungen hassen? Oder können wir sie auch einfach stehen lassen? Vieles gibt es hier noch zu bedenken. Doch nur einer wird uns Weisheit schenken.
Jetzt ist die Zeit, wieder umzukehren. Das könnte unser Glück vermehren. Gott zu bitten, dass er Gnade schenke Und unser aller Geschicke lenke.
Er hat es versprochen, wenn wir ihm vertrauen, Dann dürfen wir seine Herrlichkeit schauen. Nichts und niemand kann uns schaden, Wir sind alle in seine Nähe eingeladen.
„Wenn eine Hungersnot im Land herrscht oder eine Seuche ausbricht, wenn es eine Missernte gibt, Heuschrecken einfallen oder Raupen die Ernte vernichten, wenn die Feinde deines Volkes ins Land eindringen und seine Städte belagern – welche Not oder Krankheit auch kommen mag: Wenn dann irgendeiner aus deinem Volk zu dir betet und fleht, indem er dir seinen Kummer und seine Not zu Füßen legt und die Hände zu diesem Haus hin erhebt, oder wenn das ganze Volk seine Stimme im Gebet erhebt, dann höre es im Himmel, wo du wohnst, vergib ihm und hilf. Gib jedem, was er verdient, denn du allein kennst das menschliche Herz. Dann werden sie dich achten, solange sie in dem Land leben, das du unseren Vorfahren geschenkt hast.“
So steht es in 1. Könige 8, 37-40. Hier ist die Rede von etwas sehr Aktuellem, es spricht direkt in unsere Zeit. Salomo betete zu Gott bei der Einweihung des Tempels, der Gottes Gegenwart unter den Menschen repräsentiert.
Später sieht Hesekiel, wie lebendiges Wasser unter der Tempelschwelle hervorkommt und das dürre Land (dort, wo momentan das Tote Meer liegt) bewässert und lebendig macht. In dem Bild oben habe ich diese Geschichte aus Hesekiel 47 dargestellt. Mir bedeutet dieses Bild sehr viel, weil darin deutlich wird, wie aus Gottes Gegenwart Leben strömt und das tote Land wieder fruchtbar macht. Möge Gott in geistlicher Weise auch die dürren Gegenden unserer Herzen mit seinem lebendigen Wasser bewässern und neues Leben an Orte bringen, wo sich Verzweiflung und Leblosigkeit ausgebreitet haben.
Ich glaube, dass Gott heute noch derselbe ist. Wenn wir ihn anrufen, gerade in der Zeit der Not, wird er antworten. Ich lade dich ein, deinen Kummer und deine Not zu seinen Füßen zu legen und deine Hände zu Gott erheben. Auch heute ist er nahe und wird uns begegnen, wenn wir ihn suchen. Vielleicht magst du dazu auch diese beiden Geschichten in der Bibel nachlesen und mit Gott darüber reden.
Es war eine verzweifelte Lage für das Volk Israel. Viele waren nach Babylon entführt, der Tempel zerstört und nur noch ein Überrest Israelis in Jerusalem. Jeremia klagte über diese Verwüstung. Vielleicht würde er auch über unsere Situation Einiges zum Klagen haben. Auch wir betrauern oft das, was in unserem Leben zerstört wurde. Ungelebtes Leben, verpasste Gelegenheiten, zerstörte Beziehungen. Aber Jeremia spricht hier von Hoffnung. Die drückt er mitten in all dem Leid auf sehr umfassende Weise aus: „Es gibt eine Hoffnung für deine Zukunft“. Das sagt nicht Jeremia, das sagt Gott selbst. In all den Trümmern deines Lebens hat Gott eine Hoffnung hineingelegt. Das darfst du glauben. Es kommt noch was Besseres – vor allem auf die zukünftige ewige Welt Gottes dürfen wir uns freuen. Aber auch schon hier können wir ihn ganz konkret erleben. Lasst uns neu mit ihm rechnen!! Habt eine frohe Woche, weil Jesus geboren ist!!🙂