„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ 1. Mose 1,1
So beginnt die Bibel und legt damit die Grundlage, auf der alles weitere, das in ihr geschrieben steht, zu verstehen ist. Wir waren nicht dabei, als er das tat, wir wissen keine Details, wie dies geschah. Er sprach ein Wort und damit erschuf er die Menschen und diese ganze wunderbare Welt, weil er der Schöpfer ist, derjenige, aus dem alles Leben heraus seinen Ursprung hat. Auch heute ist er derselbe. Sein Wesen ist es, Neues zu schaffen, aber auch das bereits Geschaffene zu erhalten. Diese Sehnsucht nach irgendetwas Höherem, nach Erfüllung, nach Sinn, die uns manchmal umtreibt hat er in unser Herz gelegt. Wir sind darauf angelegt, mit unserem Schöpfer Gemeinschaft zu haben. In Prediger 3,11 sagt Salomo, dass Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat. Gott wünscht sich nichts sehnlicher als dass seine Kinder (und dazu gehören wir alle) zu ihm zurückkehren und bei ihm sind. Er möchte unseren Lobpreis und Dank, aber auch unsere Sorgen und Nöte hören, er möchte wissen, wie es uns geht und mit uns Gemeinschaft haben. Obwohl er ein so großer Gott ist, hat er sich in Jesus Christus so klein gemacht, damit er uns mit Gott versöhnen kann. Wir dürfen ganz einfach mit ihm reden.
Lieber Vater, es ist so wunderbar zu wissen, dass du derjenige bist, der uns und diese wunderbare Welt hält und erhält. Du möchtest uns begegnen in jedem Augenblick dieses Tages als jemand, der uns ganz nahe ist und uns besser als jeder andere versteht. Danke, dass du uns ewige Hoffnung gibst. Amen.
Wer Fragen hat, kann sich gerne bei mir melden.
Vorbereitete Werke
Die Ferien sind vorbei und es ist Zeit, sich wieder auf die Schulzeit vorzubereiten. Vielleicht ging es Manchem so wie mir, ich brauchte echt Zeit, mich darauf einzustellen, dass ich die Schüler nicht in der Schule empfangen darf, sondern nochmal im Hausunterricht versorgen muss. Das ist gar nicht so einfach, wenn man lieber mit seinen Schülen echten Unterricht machen würde, hören würde, wie es ihnen geht, miteinander lachen und Alltag gestalten. Es gehört ja so viel mehr zu Schule als nur Unterricht. Auch für die Eltern ist es eine große Herausforderung und diese verdienen meine volle Bewunderung.
Aber wir sind hier gefordert und die Frage ist: Was machen wir aus dieser Situation? Beklagen wir uns? Und ja, auch das ist manchmal dran und notwendig. Aber ich möchte uns ermutigen, nicht in dieser Haltung zu bleiben. Machen wir uns auf und suchen, was wir tun können in dieser Lage, die wir nicht gewählt haben. Wir müssen keine Helden sein und große Taten vollbringen, aber vielleicht ist das kleine freundliche Wort, das wir unserem Kind, unserem Partner, der Verkäuferin oder dem Passanten auf der Straße sagen genau das, was er oder sie braucht, damit der Tag etwas heller wird. Wie oft sind auch wir schon durch solche kleinen Worte ermutigt worden?
Ein Zitat in meinem Losungsbuch hat mich heute ermutigt, das möchte ich gerne weitergeben:
So gehen wir durch Gottes Macht einher in seiner Stärke, die uns bewahrt und fähig macht zu allem guten Werke. (Christian Gregor)
Lieber Vater, eine neue Woche voller Herausforderungen beginnt. Manchmal kommen wir ans Ende unserer Kraft. Gib du uns heute deine Kraft und hilf uns, fähig zu sein zu den guten Werken, die du vorbereitet hast. Amen.
„Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ Epheser 2,10
Paradigmenwechsel?
Ist es Zeit, das Paradigma zu wechseln? Was heißt das? Wir als Christen in Europa leben seit Jahren in einer Wohlstandsgesellschaft, die in der Geschichte selten so vielen Menschen zur Verfügung stand. Dies könnte uns dazu führen, dass wir das Leben hier auf dieser wunderschönen Erde für alles halten, was es so gibt. Gerade jetzt, wo wir doch erheblichen Einschränkungen unterworfen sind, merken wir wohl ziemlich deutlich, dass dies nicht der Fall ist. Das Leben hier ist eigentlich nur ein ganz kleiner Teil dessen, was das Leben wirklich ausmacht. Es ist nur ein Vorgeschmack dessen, was in Gottes Ewigkeit auf uns wartet. So geht in Wirklichkeit um etwas ganz anderes. Sind wir bereit, vom Ziel her zu denken? Das Leben vom Ende her zu betrachten? Nicht so sehr auf das zu schauen, was wir vor Augen sehen, sondern danach zu suchen, was dahinter steckt. Jesus möchte der Dreh- und Angelpunkt sein in meinem Leben. Zentrale Frage ist, was er in dieser Zeit tun möchte. Verlieren wir das nicht aus den Augen! Er hat einen Plan mit uns, wie er in dieser Welt wirken möchte.
Daher die Einladung: Wechseln wir unsere Perspektive! Betrachten wir die Situation aus seiner Sicht!
Ostern – Auferstehungshoffnung
Freitag, 3.4.2020
Was heißt das in unseren Tagen? Hoffen wir noch auf ein Morgen? Oder sind wir so im Heute vergraben, kreisen um unsere Sorgen und Nöte, um die Tatsache, dass wir isoliert sind? Was hat es mit uns heute zu tun, dass damals vor 2000 Jahren ein Mensch lebte, der am Kreuz starb und danach wieder auferstand? Jeder mag seine eigene Antwort darauf suchen und finden. Ich meine, es hat viel mit mir zu tun. Ich darf hoffen, weil ich weiß, dass dieses Leben hier nicht alles ist, so schön es auch sein mag. Jesus Christus ist derjenige, der lebte und zeigte, wie man wirklich sein Leben für andere geben kann. Und dann tat er das für uns Unfassbare: er ließ zu, dass er gekreuzigt wurde, obwohl er unschuldig war. Warum tat er das? Weil er an mich dachte – an die gesamte Menschheit. Sein Ziel war, dass wir versöhnt sein können mit Gott, dass diese Trennung aufgehoben ist. Das glauben wir als Christen. „Jesus sagte: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Johannes 11,24) Hier in dieser Welt mögen Wehklagen und Jammern Raum haben, aber es gibt einen Ort, an dem wird dies zu Ende sein und dort werden auch wir zu ewigem Leben auferstehen. „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann etwa zu euch gesagt, dass ich dorthin gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“ (Johannes 14,2) Er bereitet einen Platz für uns vor, an dem ewiger Friede herrscht. Auf diesen Ort hoffen wir. Das ist Auferstehungshoffnung.
Lieber Vater, danke, dass wir in Jesus Hoffnung haben dürfen auf ein ewiges Leben, in dem alles Leid und alle Klagen zu Ende sein dürfen. Du bereitest einen Platz für uns in deinem ewigen Reich. Das wollen wir glauben und daran wollen wir festhalten, gerade in dieser Zeit. Amen.
Ich wünsche allen, dass sie diese Auferstehungshoffnung finden an diesem Ostern!
Aufbrechen in Neuland
Dienstag, 31.3.2020
Abram, wie er damals hieß, war 75 Jahre alt als Gott ihn rief, etwas Neues anzufangen. Wahrscheinlich war er eher erstaunt über Gottes Ruf an ihn. Aber der Auftrag war klar: „Geh in das Land, das ich dir zeigen werde!“ In anderen Worten: Lass das zurück, was dir so wohlvertraut ist, deine Familie, dein gewohntes Umfeld – und dann geh in ein Land, das du noch nicht kennst. Da war nichts zu ahnen von Flugzeugen, Reiseführern, Zugfahrplänen, Internetseiten mit bunten Bildern und Reiseberichten oder Ähnliches. Allenfalls hatte man von Berichten einer durchreisenden Karawane eine Ahnung davon bekommen, wie es wohl in anderen Ländern aussieht. Abram war gehorsam, er brach auf mit seiner kleinen Familie, seine Frau und sein Neffe kamen mit, Kinder hatte er nicht. Was für ein Gottvertrauen! Aufzubrechen kostet Kraft und bei Abram kam die Ungewissheit dazu. Was würde ihn dort erwarten? Wie sind die Lebensumstände dort? Aber all dies war für Abraham kein Grund, nicht aufzubrechen, denn er wusste: hier hat Gott selbst, Yahweh zu ihm gesprochen: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter.“ 1. Mose 12, 3. Auch wir sind gesegnet durch den Glauben Abrahams. Nehmen wir uns dieses Gottvertrauen zum Vorbild, wenn es darum geht, Neues zu wagen. Denn das Wichtigste bei jedem Neuanfang ist: Gott selbst geht mit.
Lieber Vater, in diesen Tagen begegnet uns viel, das uns nicht vertraut ist, viel Neues, Ungewohntes. Wir danken dir, dass du auch in diesem Neuen, noch Unbekannten dabei bist und uns führst und leitest, so wie du damals Abraham geführt und geleitet hast. Amen.
Einen guten Tag in allen neuen und bekannten Herausforderungen!
Gottes Nähe
Donnerstag, 26.3.2020
Darf ich heute mit einer eher persönlichen Frage starten: Wie nahe darf Gott mir kommen? Wie nahe will ich ihm kommen?
Was passiert, wenn alles andere wegfällt, alle Sicherheiten, auf die ich mein Leben gebaut habe, alles, was mir so viel bedeutet? Vieles, was wir so selbstverständlich nehmen, ist in diesen Tagen plötzlich nicht mehr möglich und das stellt uns vor Fragen, die wir uns vielleicht noch nie gestellt haben.
Es gibt da eine Geschichte in der Bibel, nachdem Petrus Jesus verleugnet hatte (Lukas 22, 54-62) und Jesus gekreuzigt und wiederauferstanden war (Johannes 21, 15-17). Petrus war es sicher extrem peinlich, seinen besten Freund Jesus verraten zu haben. Aber Jesus fragt einfach nur: „Hast du mich lieb?“ Petrus tat sich schwer mit der Antwort, er verstand im Verlauf der Unterhaltung, dass es hier nicht nur um eine Floskel ging, sondern ums Ganze. Jesus wollte eine Herzensbeziehung mit Petrus, er wollte, dass die Beziehung mit Petrus wiederhergestellt war und stellte sie auf eine ganz neue Grundlage. Vielleicht geht es uns auch manchmal so, dass wir in Beziehungen versagen, dass wir andere verraten. In Jesus sehen wir einen Freund, der über das Versagen hinausschaut, der selbst das größte Versagen vergibt. Er sucht erneut die Beziehung, auf der Basis, dass diese Beziehung über menschliche Schwächen hinausreicht und auch dann gilt, wenn wir uns von unserer schlechtesten Seite zeigen. Wir dürfen ihm ganz nahe kommen, so nahe wie wir wollen, er ist immer bereit zur Begegnung:
„Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.“ Jakobus 4, 8
Herr Jesus, wir wollen diesen Tag deine Nähe suchen, in den großen, aber auch in den kleinen Fragen unseres Alltags. Danke, dass du uns nahe kommen möchtest, so nahe, wie vielleicht sonst niemand. Du nimmst uns vollkommen an mit allen Fehlern und Schwächen. Amen.
Einen gesegneten Tag in Gottes Nähe
Auf den Bergen
Mittwoch, 25.3.2020
Was für ein schöner Morgen. Noch vor Sonnenaufgang kann man schon das Licht sehen. Wenn wir die Hügel hinaufschauen, können wir die Sonne dahinter erahnen. Woher wissen wir, dass die Sonne aufgeht? Wir können das Licht sehen. Heute Morgen bin ich den Böscherzen, den Hügel hinter meinem Haus, hinaufgegangen. Es ist nicht mein Lieblingshügel, denn er nimmt mir am Nachmittag das Sonnenlicht und macht meine Wohnung schattig. Aber von oben hat man eine herrliche Sicht. Dort oben wartete ich auf den Sonnenaufgang. Er war nicht so spektakulär. Wenn es Wolken gibt, sieht es schöner aus, aber heute gab es keine Wolken. Die meisten von uns mögen einen blauen Himmel und sonniges Wetter, aber wenn es Wolken am Himmel gibt, machen sie den Himmel interessanter.
Diese Beobachtungen in der Natur führen mich zu einer Frage: Ist das nicht auch in unserem Leben so?
- Wir können sehen, dass etwas Gutes durch die Wirkung, die es hat, kommt. Die Sonne ist noch nicht da, aber sie sendet ihr Licht. Als Gläubige können wir Hoffnung haben, dass Gott unsere Gebete erhört. Wir haben erlebt, dass er das in der Vergangenheit getan hat und dass er es wieder tun wird.
- Wir schätzen schwere Zeiten nicht immer, so wie wir die Wolken nicht immer mögen. Aber die harten Zeiten machen uns stark und sie machen das Leben auch bunter.
- Auch wenn Berge oder Hügel uns manchmal den Blick versperren, so dürfen wir doch zu ihnen aufblicken oder von ihnen herunterblicken und erhalten eine andere Sicht.
Wir beten mit Psalm 121 und machen dies zu unserem heutigen Gebet:
„Ich richte meinen Blick empor zu den Bergen – woher wird Hilfe für mich kommen? 2 Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat. 3 Er bewahrt deine Füße vor dem Stolpern; er, dein Beschützer, schläft niemals. 4 Ja, der Beschützer Israels schläft und schlummert nicht! 5 Der Herr behütet dich, der Herr spendet dir Schatten und steht dir bei, 6 damit dich am Tag die Sonne nicht sticht und in der Nacht der Mond dir nicht schadet. 7 Der Herr wird dich behüten vor jedem Unheil, er bewahrt dein Leben. 8 Der Herr behütet dich, wenn du gehst und wenn du kommst – jetzt und für alle Zeit.“ Amen.
Wie geht’s?
Montag, 23.3.2020
Eine weitere Woche Hausunterricht beginnt.
Darf ich Sie fragen: Wie geht es Ihnen im Moment? Wie fühlt es sich an, dass so viele Dinge, die wir für selbstverständlich halten, weggenommen werden? Es ist nicht leicht, oder? Als ich gestern vor meinem Bildschirm saß, um meinen ersten Online-Gottesdienst zu sehen, fühlte es sich wirklich komisch an. Es ist eine Herausforderung, das Leben anders zu leben, nicht unsere üblichen Routinen zu haben. Ich bin weit außerhalb meiner „Komfortzone“. Darf ich uns einladen, darüber hinaus zu sehen? Können wir darin etwas Nützliches sehen? Lassen Sie uns einige Fragen stellen – Sie sind herzlich eingeladen, mir Ihre Antworten mitzuteilen.
Fragen Sie sich und Ihre Familie:
- Welche Dinge haben wir noch?
- Was kann diese Zeit für einen Nutzen haben?
Meine Antworten:
- Sonne, Frühling, mein Körper funktioniert noch, Nahrung, Freunde, Unterkunft, Wasser…
- Ich möchte lernen, auch für die kleinen Freuden dankbar zu sein, nichts als selbstverständlich zu betrachten.
Und dann können wir uns dafür entscheiden, für all das dankbar zu sein.
Paulus schreibt in seinem ersten Brief an die Thessalonicher:
„Freut euch allezeit, betet ohne Unterlass, dankt unter allen Umständen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. 1 Thessalonicher 5: 16-18
Lasst uns beten: Lieber Vater, auch wenn uns so viele unserer normalen Abläufe und Segnungen genommen werden, wollen wir doch dankbar sein für …… (nennen Sie die Dinge, für die Sie dankbar sind). Öffne unsere Augen, um alles zu sehen, was du uns heute gibst. Amen.
Eine gesegnete Woche!
Brot des Lebens
Donnerstag, 19.3.2020
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund.“ Lukas 4, 4
Nahrung ist wichtig für unseren Körper. In diesen Tagen erleben wir eine ungekannte Angst, dass eines Tages nicht mehr genug Nahrung vorhanden sein könnte. Auch wenn uns versichert wird, dass die Nachlieferungen gesichert sind, so sind etliche doch sehr verunsichert. Wir dürfen aber darauf vertrauen, dass Gott uns täglich mit dem Notwendigen versorgt.
„Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn viel mehr als sie?“ Matthäus 6, 25-26
Die Bibelstelle geht weiter und Jesus kommt auf seine Wirklichkeit, sein ewiges Reich zu sprechen. Wenn wir zuerst nach ihm trachten und auf ihn schauen, dann wird er uns auch alles andere geben.
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ Matthäus 6, 33.
Möge er uns heute alles andere auch zufallen lassen: die Kraft für alle die täglichen Aufgaben, die tägliche Nahrung und den Frieden im Herzen. Den wünsche ich Ihnen von Herzen. „Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“ So endet die Bibelstelle aus Matthäus 6, 25-34
Lieber Vater, gib du heute genug Nahrung für Leib und Seele für diesen heutigen Tag! Danke für deine reichhaltige Versorgung. Amen.
Haltung
Mittwoch, 18.3.2020
Mit welcher Haltung gehst du durch die Welt? Schaust du das Leben mit menschlichen Augen an oder mit den Augen Gottes?
Über eine hilfreiche Haltung können wir viel lernen von Joseph in der Bibel (1. Mose 37-50). Er wurde von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft ¹, woraus folgte, dass er weit weg von seiner Familie in Ägypten leben musste. Nachdem er ziemlich viel Unrecht erlebt hatte, kam er in der Fremde zu Ruhm und Ehre. Als seine Brüder viele Jahre später in ihrer Not zu ihm kamen, war er der Herrscher und hatte die Möglichkeit, es ihnen heimzuzahlen. Aber dies tat er nicht. Er hatte erkannt, dass diese Ungerechtigkeit ihn an den richtigen Platz gebracht hatte. Dadurch konnte er sehen, dass Gottes Hand am Werk war in seiner Situation. So konnte er den Ort und die Situation als gut annehmen, obwohl sich Übles ereignet hatte.
Für heute wünsche ich uns allen eine Haltung der Dankbarkeit in allem, was geschieht, auch wenn sich die Situation vielleicht so anfühlt wie ein schlechter Science Fiction Film.
Lassen wir uns herausfordern, in dieser Lage wohlwollend miteinander umzugehen, uns zu versöhnen, wo die Emotionen vielleicht manchmal blank liegen. Lernen wir, dankbar zu sein für alles, was wir haben, genießen wir den Frühling – trotz allem – mit einer Haltung der Dankbarkeit. Gerne möchte ich dir noch zwei Worte aus dem neuen Testament mitgeben:
„So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist.“ Epheser 5, 15-17
„Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Ehre deinen Vater und deine Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: »auf dass dir’s wohlgehe und du lange lebest auf Erden« (5. Mose 5,16). Und ihr Eltern, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ Epheser 6, 1-4
Starten wir den Tag mit einem Gebet:
Herr, wir bitten dich für diesen Tag heute. Sei du mit uns in allem Lernen und Leben. Hilf uns, gut miteinander umzugehen und zusammenzuarbeiten, dass dieser Tag gelingt. Amen.
(c) Katharina Kopp