Elfchen zum 22.

Sturm 
Noch immer
Wie lange noch?
Im Auge des Sturms:
Stille!
Trüb 
Peitschender Regen
Wütende graue Wolken
Dann rotgelber, leuchtender Himmel:
Friede!

© Katharina Kopp

Kathakritzelt.com hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.

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rELEFANTes* Gedicht

Kennst du die Geschicht‘ vom kleinen Elefant? 
Ich halte die für ziemlich relevant.
Mit einer kleinen Schnur fesselte man ihn,
fest band man ihn an einen Pfosten hin.
Längst ist er mutig, groß und stark, 
sein Schrei erschüttert bis ins Mark.
Doch diese Schnur, sie schneidet ein.
Warum kann jetzt nicht frei er sein?
Denn diese kleine Schnur, sie hält ihn nicht. 
Alleine die Erinnerung trübt seine Sicht.
Dem Schicksal hat er längst schon sich ergeben,
und in Gefangenschaft fristet er so sein Leben.
So Vieles kann sie lehren, die Geschicht‘, 
und bringen dunkle Schatten an das Licht.
Es ist oft die Erinnerung, die schmerzt,
längst ist das Ursprungsübel ausgemerzt.
Doch wie oft schaffe ich es nicht, 
die innern Schnüre abzulegen,
und mich in Freiheit zu bewegen.
Dabei führt das mich an das Licht.
Wie werde ich sie los, die Schnur? 
Denn eigentlich stört sie mich nur.
Sie schneidet tief ein in mein Sein,
dabei bin ich doch nicht mehr klein.
Der Geist, der sollte längst regieren, 
warum kann ich das kaum kapieren?
Die Seele nimmt oft überhand,
blockiert den Weg ins neue Land.
Doch eines Tages steh' ich auf, 
und nehm' den Trennungsschmerz in Kauf!
Weit offen steht die Tür ins neue Leben,
noch manchen Stolp'rer mag es geben.
Doch auch der längste Weg muss mal beginnen, 
wer kleine Schritte geht, kann nur gewinnen.
Vertrauend nehm' ich seine Hand,
und er führt mich ins neue Land!

(c) Katharina Kopp

Nachlesen kann man diesen Sachverhalt auch hier: https://wirelesslife.de/elefanten-ketten/

* Entschuldigt die Rechtschreibung!!

Ein Riss in allem

„There’s a crack in everything. That’s how the light comes in.“

Leonhard Cohen
Ein Riss in allem - Zerrissenheit in mir. 
Fragen über Fragen, in jedem Satz:
Passe ich rein? Was soll ich hier?
Wo find' ich meinen eig'nen Platz?
Darf ich je sein, so wie ich bin?
Meine Macken und Kanten zeigen?
Oder lebe ich einfach so dahin?
Muss glatt und angepasst nur leiden?
Macken stören, verletzen, kränken, 
wollen Lebensfreude einschränken,
Beziehungen zerreißen,
vielleicht auch neue Wege weisen.
Das Licht bricht herein,
dort, wo die Beziehung zerbricht,
Dort, wo ich anfang' zu schrei'n,
seh' ich ein helles, strahlendes Licht.
Das Licht gibt seinen hellen Schein, 
es treibt die Finsternis hinaus,
in dunk'le Ritzen leuchtet es hinein,
und jagt die Schwermut einfach 'raus.
Ja, Risse haben echt ihr Gutes,
sie decken auf und geben frei den Blick.
Werd' darum wieder frohen Mutes!
Freu dich an jedem kleinen Glück!!
(c) Katharina Kopp

Feierabend

F   ass neue Kraft! 
E in Arbeitstag geschafft!
I m Haus darfst du jetzt ruh'n.
E rst mal nix mehr tun.
R aus aus dem Alltag,
A us mancher Plag!
B eginnt vielleicht dein Abendwerk.
E ins aber bitte merk:
N ichtstun nach dem, was dich beschwert,
D urch Arbeit nur gewinnt nen Wert.

© Katharina Kopp

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Viel Freude bei allen Besuchen!

Herbstbaum

Bunte Blätter, glühend rot und gelb, 
leis und sanft zu Boden fallen,
sie träumen vom vergang'nen Sommer,
erzählen leis' ihre Geschicht',
und sind doch rasch verwelkt
Der Klang wird schnell verhallen.
Raschelnde Blätter – Rasch verwelkt
So bunt wie so ein Baum, 
die Tage meines Lebens,
jedes Blatt erzählt seine Geschicht',
für Vieles war und ist da Raum,
Manches war sicher auch vergebens,
ist bald verwelkt, alles zerbricht.
Was war da alles an Geschichten, 
Manch eine auch sehr schmerzensvoll,
die Tonart wehselte von Dur nach Moll,
die möchte ich auf ewig vernichten,
doch andere, die waren richtig toll,
davon würd' ich dir gern' berichten.
Geschichten und Erlebnisse, 
man hört' sie kaum.
Und Vieles blieb' ganz ohn' Ergebnisse,
verhallte im luftleeren Raum.
Doch willst du wissen, wer ich bin,
dann wag' den Schritt und hör' gut hin!
Hörst du gut hin?

© Katharina Kopp

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„Play for the audience of One“*

ein Loblied für meinen Schöpfer

Du legtest Gaben in mich hinein - 
nutze ich sie zu deiner Ehr' allein?!
Nicht nach irdischem Gut will ich trachten, 
sondern auf die Stimme deines Geistes achten.
Fliegen wie ein Vogel in den Lüften, 
statt auf dem Boden dahinzudriften.
Du lehrst mich, dich in allem seh'n, 
nur das, was du gibst, bleibt besteh'n.
Dein Lied in mir macht mich lebendig, 
bei dir und für dich bleibe ich beständig.
Du bringst ein neues Lied in mir zum Klingen, 
für immer will ich von deiner Liebe singen!
Neu will ich staunen und genießen jedes kleine Glück, 
und jeden besonderen Moment halten im Blick!
Das Feuer deiner Liebe neu in mir entfache, 
damit ich über alles and're lache!
Deine leise Stimme darf ich hören, 
nichts and'res soll mich dabei stören.
Tief will ich nach deinen Schätzen graben, 
und mich immer an deinen Quellen laben.
Nicht irdischer Gewinn ist hier mein Ziel, 
nein, suchen will ich, was er will!
Erkenntnis stets nach eign'ner Ehre sucht, 
alleine Lieb' und Weisheit bringen Frucht. 
Zu deinem Ruhm nur soll mein Leben sein, 
dann werd' ich am Ende nichts bereu'n.

(c) Katharina Kopp

* grob übersetzt: „Spiele für das Publikum des Einen“: Für mich bedeutet das, dass ich in erster Linie darauf achten möchte, dass mein Handeln und Reden vor Gott wohlgefällig ist, auch wenn Menschen es nicht gefällt oder ich dafür nicht geachtet werde. Das ist ein hohes Ziel, an dem ich (zu) oft scheitere. Aber trotzdem will ich dran bleiben!

Kann Gott Autos reparieren?

Ob ich diese Frage beantworten kann, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass er auf die eine oder andere Weise immer wieder für Überraschungen gut ist.

Eigentlich hatte ich mich bereits von meinem Auto verabschiedet, aber dieses Bild war doch nicht das letzte, was ich von meinem Auto sah. Im Oktober vergangenen Jahres war die Heizung ausgefallen. In der Werkstatt wurde Kühlflüssigkeit nachgefüllt und mir erklärt, es sei eine Schutzfunktion, dass in einem solchen Fall die Heizung abschaltet. Danach hatte ich es noch zweimal in der Werkstatt, weil weiterhin Kühlflüssigkeit verlorenging. Aber jedes Mal wurde mir erklärt, dass die Kühlflüssigkeit nicht aufgrund eines defekten Schlauches verlorenging, sondern der Motor diese verbrauche, vermutlich sei die Zylinderkopfdichtung defekt. Die Reparatur des Motors würde sich bei diesem Auto nicht mehr lohnen. Mitleidig wurde ich angeschaut und ich kaufte wieder mal einen neuen Behälter mit Kühlflüssigkeit. Ende September diesen Jahres lief der Kühlbehälter in immer kürzeren Abständen leer. Schließlich qualmte der Motor einmal nach der kurzen Fahrt zur Arbeit. Da verabschiedete ich mich von der Vorstellung, mein LÖ-WE könne mich noch über den Winter begleiten, stellte den Wagen ab und schaute mich nach einem neuen Auto um. Bei einem Gebetstreffen betete eine Freundin am Schluss noch dafür, dass Gott mir ein Auto schenken soll. Ein hoffnungsvoller Gedanke! Zudem hatte ich bereits seit Monaten Gott gebeten, dass er sich um mein neues Auto kümmern soll. Am Tag darauf bekam ich Kontakt mit jemandem, der schon sehr viele Autos für Kollegen repariert und vermittelt hatte. Er meinte, man könne gut eine Zylinderkopfdichtung noch reparieren. In der Woche darauf kam er mit einem Autoanhänger, auf dem ein Leihauto war und nahm meinen Astra mit. Er war wesentlich zuversichtlicher, das Auto nochmal reparieren zu können als ich. Zwei Tage später kam der Anruf, es wäre nur ein Schlauch gerissen, der Motor wäre noch vollkommen in Ordnung. Noch eine weitere Reparatur wurde gemacht, Öl nachgeleert und mein Auto ist wieder fahrbereit.

Für mich noch immer ein absolutes Wunder! Ob jetzt die Werkstatt geschlafen hat oder Gott den Motor repariert hat, weiß ich nicht. Aber das Auto fährt wieder zuverlässig! Irgendwann werde ich wohl ein neues brauchen, aber noch fährt es.

(c) Katharina Kopp

Geplatzt…

Mal wieder 
Zerstört...
Ein Traum
geplatzt!
Und jetzt?
Antwort gibt es
Nur bei dir!
Und es gibt immer... 
einen neuen Traum.
Höre niemals auf
zu träumen!!
Auch wenn jeder einzelne
Traum zerplatzt
Wie eine Seifenblase!

© Katharina Kopp

Kathakritzelt.com hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.

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Nachbarschaft

Vor fast einem Jahr war ich in dieses Dorf gezogen – mal wieder eine neue Situation, wo ich die Neue, die Unbekannte war. Wie gerne wäre ich einfach Teil eines festen Kontextes gewesen, aber es war mir selten vergönnt. Und während Corona umzuziehen ist da nicht gerade förderlich – wobei ich es verhältnismäßig gut getroffen habe.

An dem Tag jedoch ging es mir nicht gut. Große Lebensfragen bewegten mich mal wieder. Ich fühlte mich wie im Schleudergang der Waschmaschine. Geschlafen hatte ich auch nicht so besonders gut und mein Magen war eher unschlüssig, ob da noch etwas zu Essen reingehörte oder besser nicht. Gegen Abend kam an diesem trüben Tag doch noch die Sonne raus und ich raffte mich zu einem Spaziergang in meinem Lieblingswald auf. Ein ganzes Stück spazierte ich durch einen kleinen Bach. Es tat gut. Vielleicht würde ich zu Hause doch noch etwas essen. Aber ich war nicht darauf vorbereitet, was mich bei meiner Rückkehr ins Dorf erwartete.

In meinem Lieblingswald

Bereits in den vergangenen Monaten hatte ich immer wieder abends schöne Bläserklänge gehört, die die alten Hymnen spielten, die mir gut bekannt waren. Mir wurde gesagt, eine Familie in der Nachbarschaft würde da musizieren. Und dann sah ich auf meinem Rückweg vom Spaziergang drei Menschen mit ihren Blasinstrumenten auf dem Rücken und sprach sie an auf die schönen Klänge. Im kurzen Gespräch luden sie mich ein mitzukommen, sie würden gleich spielen. Ok, dachte ich, kann ich ja kurz machen. Sie würden für einen Geburtstag musizieren. Als sie jedoch ein Gartentor öffneten und hineingingen, wurde ich doch unsicher. Ich kannte diese Leute nicht und sie luden mich in einen unbekannten Garten ein. Das war mir doch etwas unangenehm. Aber ich wagte es. Und so fand ich mich in einem wunderschön vorbereiteten Garten wieder und staunte. Es war wie ein Märchen und ich fragte mich, wie ich dorthin gekommen war. Gekleidet war ich für einen Spaziergang recht ordentlich, aber nicht für eine Geburtstagsparty. Was tat ich hier?

Dann begannen die Bläser zu spielen. Manche Lieder konnte ich mitsingen, es war eine reine Freude, solch schöne Musik zu genießen in einer musikarmen Zeit. Mein trauriges Herz begann aufzutauen. Nach dem Musizieren hatte ich mir fest vorgenommen, nach Hause zu gehen, um endlich etwas zu essen. Aber es sollte noch besser kommen! Ich wurde so herzlich eingeladen, dass mein Widerstand schwand und ich mich dem weiteren Geschehen hingab. Nette Gespräche mit den Gastgebern und weiteren bisher Unbekannten ergaben sich und auch etwas zu essen fand sich. Ich lernte Menschen kennen, die in meiner unmittelbaren Umgebung leben und mich freundlich und interessiert aufnahmen. Obwohl wir uns nicht kannten, erlebte ich auf einmal Begegnung, die ich nicht erwartet hatte und die mein Herz auf ganz unerwartete Weise erwärmte. So ging ich einige Stunden später als gedacht mit neuer Hoffnung erfüllt wieder nach Hause. Etliche neue Bekanntschaften und das Gefühl, ein Stück Heimat gefunden zu haben.

Dieses Erlebnis liegt bereits einige Wochen zurück, aber immer wieder denke ich gerne an den Abend zurück. Eines der vielen Erlebnisse, die mich lehrten: die Siegerländer sind viel freundlicher als ihr Ruf.

(c) Katharina Kopp im August 2021