Bewahre dein Herz – pass auf dein Herz auf!

Freitag, 27.3.2020

„Mehr als alles behüte dein Herz, denn daraus quillt das Leben.“ Sprüche 4, 23

Alles, was ein Mensch tut, kommt aus dem Herzen. Jede gute und auch jede nicht so gute Tat beginnt, indem man einen Entschluss fasst – bewusst oder unbewusst, überlegt oder unüberlegt. Wie viele unüberlegte Worte und Taten kommen wohl täglich aus unserem Herzen?
Heute morgen bewegen mich hierzu zwei Zitate:
„Gott versucht, die Demut in das menschliche Herz einzupflanzen, damit der Mensch einsieht wie unwichtig das meiste ist, dem er nachjagt.“ C.S. Lewis

Sicher machen wir uns zur Zeit mehr Gedanken darüber, was wirklich wichtig ist. Worauf kommt es im Leben wirklich an? Hier drängt sich auch die Sinnfrage in den Vordergrund. Was ist der Sinn in dem, was ich denke und tue? Wie präge ich die Welt um mich herum? Vielleicht ist ja mal Zeit, darüber nachzudenken in einer stillen Stunde – falls es möglich und gewünscht ist.

Auch ein Zitat von dem Namensgeber der katholischen Kirche in Kandern, Franz von Sales, kann hier Anregung geben:
„Wenn dein Herz wandert oder leidet, bring es behutsam an seinen Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart deines Herrn. Und selbst, wenn du in deinem Leben nichts getan hast, außer dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart unseres Gottes zu versetzen, obwohl es jedes Mal wieder fortlief, nachdem du es zurückgeholt hattest, dann hast du dein Leben wohl erfüllt.“

Lieber Vater, heute will ich mein Herz bewahren. Hilf mir, jeden Gedanken vor dir zu bewegen und zu prüfen. Ich möchte lernen zu vergeben und Böses nicht rächen. Lehre mich, auf mein Herz aufpassen, wo es auf Abwege gerät. Amen.

(c) Katharina Kopp

Wir fahren auf Sicht

Dienstag, 17.3.2020

Unser Schulbetrieb ist lahmgelegt, aber wir sind dennoch aktiv. Mir ist ein Anliegen, trotzdem in Kontakt zu bleiben und möchte heute morgen mit einem kurzen Impuls starten.

„Wir fahren auf Sicht“, das heißt, wir wissen nicht, was morgen und in den kommenden Tagen noch auf uns zukommt. Unsicherheit macht sich breit, vielleicht auch schlechte Laune, Wut, Aggression, eventuell auch Freude darüber, nicht mehr im gewohnten Alltagstrott weiterleben zu müssen, eine Zeitlang den Gang etwas zurückzuschalten. Unser Leben gleicht einer Fahrt im Nebel, bei schlechten Lichtverhältnissen. Man sieht nicht mehr klar, was als nächstes passieren wird. Im Nebel muss man langsam, vorsichtig fahren. Man weiß nicht, wann die nächste Kurve kommt, ob die Straße vielleicht glatt wird. Wir sind schnelles, effizientes Fahren gewohnt. Am liebsten auf der Autobahn bei 180, da kommt man voran und ist schnell am Ziel. Im übertragenen Sinn geht dies jetzt nicht mehr. Wir sind gezwungen, langsam zu fahren, Schritt für Schritt voranzugehen und ein anderes Lebensgefühl zuzulassen. Lassen wir uns darauf ein. Und wir erinnern uns an das Wort Gottes: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Psalm 119, 105. Gottes Wort will uns auch und gerade in dieser Zeit Licht sein. Wir dürfen uns neu auf ihn besinnen.

Damit wünsche ich Ihnen und euch allen einen gesegneten Tag!