Freude

Mittwoch, 1.4.2020

Der erste April ist ein Tag, an dem wir anderen Freude machen, manchmal auch dadurch, dass wir ihnen Tricks spielen, die ihnen zunächst nicht so gut gefallen. Was ist Ihr liebster Aprilscherz gewesen? Tauschen Sie darüber auch in der Familie oder mit Freunden aus! Suchen wir heute bewusst Gelegenheit, uns zu freuen!
Um Freude geht es heute auch in unserem Impuls. Vielleicht denken wir: „Was gibt es in diesen Tagen schon, um sich zu freuen?“ Eine Hiobsbotschaft jagt die andere. Im Neuen Testament begegnen wir Paulus, der wegen seines Glaubens an Jesus Christus im Gefängnis sitzt. In seinem Brief an die Philipper schreibt er Worte, die eigentlich auch genausogut im Jahr 2020 geschrieben hätten sein können. Daher möchte ich diese Worte auch uns heute zusprechen:
„Freut euch, was auch immer geschieht; freut euch darüber, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid (…); ihr wisst ja, dass das Kommen des Herrn nahe bevorsteht. Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. Dann wird der Friede Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht, über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid.“ Philipper 4, 4-7 Folgen wir heute dem Ratschlag des Paulus und wenden uns an unseren Herrn in jeder Lage!

Lieber Herr Jesus, selbst in schwierigen Situationen dürfen wir mit Bitten und Flehen vor dich kommen. Wir legen unsere Sorgen bei dir ab und bitten dich, … (eigene Bitten und Anliegen einsetzen). Bewahre du uns in deinem Frieden. Wir wollen uns freuen, weil du unser Friede bist. Amen.

Allen einen freudevollen Tag!

Mein Hirte

Montag, 30.3.2020

Willkommen in einer neuen Woche! Der altbekannte Psalm 23* soll uns heute begleiten, viele von uns kennen ihn wohl auswendig.
„Jahwe ist mein Hirte, mir fehlt es an nichts: Er bringt mich auf saftige Weiden und führt mich zu Wasserstellen, an denen ich ausruhen kann. Er stärkt und erfrischt meine Seele.“ (1-3)
Gott selbst ist derjenige, der unsere Bedürfnisse stillt, er kümmert sich um uns, wie ein Hirte um seine Schafe, sodass es uns an nichts fehlt.
„Er führt mich auf rechten Wegen und verbürgt sich dafür mit seinem Namen.“ (3)
Wenn wir uns auf ihn verlassen, so führt und leitet er uns. Wir müssen keine Angst haben, zu stolpern oder auf Abwege zu geraten, solange wir uns von ihm führen lassen.
„Selbst auf dem Weg durch das dunkelste Tal, fürchte ich mich nicht, denn du bist bei mir. Dein Wehrstock und dein Hirtenstab, sie trösten und ermutigen mich.“ (4) Was für ein Versprechen: er wird uns führen, auch dann wenn gerade alles um uns herum dunkel ist und wir nicht wissen, wo der nächste Schritt hinführt. Wir müssen uns nicht fürchten, denn er hat versprochen bei uns zu sein. Wir sind nie alleine.
„Vor den Augen meiner Feinde deckst du mir einen Tisch, nimmst mich herzlich in Empfang und schenkst mir den Becher voll ein.“ (5) Sogar dann, wenn um uns herum nur Menschen sind, die es nicht gut mit uns meinen, sorgt unser Hirte für uns und gibt uns mehr als wir brauchen. Nicht einfach nur ein Stück trockenes Brot, sondern er heißt uns willkommen und lädt uns an seinen reich gedeckten Tisch ein.
„Nur Güte und Liebe verfolgen mich jeden Tag, und ich kehre für immer ins Haus Jahwes zurück.“ (6) Die Vorstellung verfolgt zu werden hat in diesem Fall nichts Bedrohliches. Wir dürfen getrost hinter uns schauen, und stellen fest: nur Güte und Liebe sind hinter uns her.
Mögen auch heute Gottes Güte und Liebe „hinter uns her sein“! Achten wir auf die kleinen Zeichen seiner Güte und Liebe im Alltag!

Lieber Vater, danke, dass du für uns solch ein guter Hirte bist! Du versorgst uns mit allem, was wir brauchen. Du bist immer bei uns und gibst uns Halt in Zeiten, wo wir nicht mehr weiterwissen. Danke, dass wir nie alleine sind, weil du immer nur ein Gebet entfernt bist. Amen.

Einen gesegneten Tag in allen großen und kleinen Herausforderungen.


* Hier sind verschiedene Bibelübersetzungen kombiniert worden, viele kennen sicher die bekannte Lutherübersetzung. Darf ich uns einladen, die Worte während des Tages immer wieder ins Gedächtnis rufen.

Bewahre dein Herz – pass auf dein Herz auf!

Freitag, 27.3.2020

„Mehr als alles behüte dein Herz, denn daraus quillt das Leben.“ Sprüche 4, 23

Alles, was ein Mensch tut, kommt aus dem Herzen. Jede gute und auch jede nicht so gute Tat beginnt, indem man einen Entschluss fasst – bewusst oder unbewusst, überlegt oder unüberlegt. Wie viele unüberlegte Worte und Taten kommen wohl täglich aus unserem Herzen?
Heute morgen bewegen mich hierzu zwei Zitate:
„Gott versucht, die Demut in das menschliche Herz einzupflanzen, damit der Mensch einsieht wie unwichtig das meiste ist, dem er nachjagt.“ C.S. Lewis

Sicher machen wir uns zur Zeit mehr Gedanken darüber, was wirklich wichtig ist. Worauf kommt es im Leben wirklich an? Hier drängt sich auch die Sinnfrage in den Vordergrund. Was ist der Sinn in dem, was ich denke und tue? Wie präge ich die Welt um mich herum? Vielleicht ist ja mal Zeit, darüber nachzudenken in einer stillen Stunde – falls es möglich und gewünscht ist.

Auch ein Zitat von dem Namensgeber der katholischen Kirche in Kandern, Franz von Sales, kann hier Anregung geben:
„Wenn dein Herz wandert oder leidet, bring es behutsam an seinen Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart deines Herrn. Und selbst, wenn du in deinem Leben nichts getan hast, außer dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart unseres Gottes zu versetzen, obwohl es jedes Mal wieder fortlief, nachdem du es zurückgeholt hattest, dann hast du dein Leben wohl erfüllt.“

Lieber Vater, heute will ich mein Herz bewahren. Hilf mir, jeden Gedanken vor dir zu bewegen und zu prüfen. Ich möchte lernen zu vergeben und Böses nicht rächen. Lehre mich, auf mein Herz aufpassen, wo es auf Abwege gerät. Amen.

(c) Katharina Kopp

Wir fahren auf Sicht

Dienstag, 17.3.2020

Unser Schulbetrieb ist lahmgelegt, aber wir sind dennoch aktiv. Mir ist ein Anliegen, trotzdem in Kontakt zu bleiben und möchte heute morgen mit einem kurzen Impuls starten.

„Wir fahren auf Sicht“, das heißt, wir wissen nicht, was morgen und in den kommenden Tagen noch auf uns zukommt. Unsicherheit macht sich breit, vielleicht auch schlechte Laune, Wut, Aggression, eventuell auch Freude darüber, nicht mehr im gewohnten Alltagstrott weiterleben zu müssen, eine Zeitlang den Gang etwas zurückzuschalten. Unser Leben gleicht einer Fahrt im Nebel, bei schlechten Lichtverhältnissen. Man sieht nicht mehr klar, was als nächstes passieren wird. Im Nebel muss man langsam, vorsichtig fahren. Man weiß nicht, wann die nächste Kurve kommt, ob die Straße vielleicht glatt wird. Wir sind schnelles, effizientes Fahren gewohnt. Am liebsten auf der Autobahn bei 180, da kommt man voran und ist schnell am Ziel. Im übertragenen Sinn geht dies jetzt nicht mehr. Wir sind gezwungen, langsam zu fahren, Schritt für Schritt voranzugehen und ein anderes Lebensgefühl zuzulassen. Lassen wir uns darauf ein. Und wir erinnern uns an das Wort Gottes: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Psalm 119, 105. Gottes Wort will uns auch und gerade in dieser Zeit Licht sein. Wir dürfen uns neu auf ihn besinnen.

Damit wünsche ich Ihnen und euch allen einen gesegneten Tag!