Heiliger Geist

  • Du begegnest mir und schenkst Gemeinschaft.
  • Du deckst meinen Tisch und schenkst mir voll ein.
  • Du bist das Feuer, das alle Unreinheit wegschmilzt.
  • Du stehst mir bei, wenn ich im Schmelzofen geläutert werde wie Silber.
  • Du ergreifst tröstend meine Hand.
  • Du lässt mich zur Ruhe kommen.
  • Du gibst tiefen Frieden in mein Herz.
  • Du umgürtest mich mit deiner Kraft.
  • Du salbst mein Haupt mit Öl, gibst mir Autorität für meine Aufgaben.
  • Du schenkst Weggefährten, die mit mir gehen.
  • Du begleitest mich auf meinem Weg und du gehst mit auf jede Reise.
  • Du öffnest meinen Blick und führst in die Weite.
  • Du überströmst mich mit frischen Wasser.
  • Du machst mein Herz leicht und froh, denn ich bin nie alleine.
  • Du gestaltest mich um in Jesu‘ Bild.
  • Du jubelst mir zu, weil du dich über mich freust.
  • Du gibst mir neue Kraft, wenn meine Kraft zu Ende ist.
  • Du bewirkst neues Leben wo Tod sich breitgemacht hat.
  • Du schwenkst am Ziel die Siegesfahne.

Meine Zeit und mein Leben möchte ich dir zur Verfügung stellen, damit du all das sein kannst.

Bei einem Stillen Tag am Pfingstwochenende sollten wir ein Bild oder eine Collage zum Thema ‚Heiliger Geist‘ darstellen. Das, was uns bewegte, durfte einfließen. In einigen Magazinen fand ich Bilder, die für mich das darstellten, wie ich den Heiligen Geist wahrnehme und erlebe. So flossen verschiedene Ideen zusammen. Es ist noch sehr viel mehr, weil er einfach nicht zu fassen ist. Aber soweit mal meine Gedanken. Wenn dir noch mehr einfällt, kommentiere gerne.

© Katharina Kopp, Mai 2021

Unterwegs

Alleine läufst du, 
hoch oben in den Bergen,
weg vom Gedränge.
Die Menschenmenge - 
längst hinter dir gelassen,
bist ganz auf dich gestellt.
Und du läufst weiter. 
Was suchst du im Gebirge,
dort oben ohne Halt?
Mal Sonnentage, 
dann trübe Nebelfelder,
dunkle Regenwolken.
Zögernd steigst du hoch, 
Wer wird dich je versteh'n?
Bist du hier ganz allein?
Da spürst du neben dir 
läuft unsichtbar ein Führender,
er leuchtet deinen Weg!
Stets läuft er mit, 
hör' und sieh' auf ihn, der führt,
den Weg, wenn du ihn lässt!
Kein and'rer gibt dir Rat,  
nur seine leise Stimme
hörst du wie von fern.
Ganz sacht erahnst du 
den Wunderbaren Ratgeber,
den ew'gen Beistand.
Tröster in der Not, 
Erfinder neuen Lebens,
Zuflucht und Hilfe.
Er füllt von innen, 
gibt neue Kraft und Zuversicht,
führt dich endlich heim.
So lauf denn mutig 
diesen Lebensweg voran!
Sei kühn, denn er geht mit!
Und kommst du oben an, 
dort, wo kein Mensch dich sehen kann,
bleib' stets gewiss:
Du läufst ja nie allein, 
er ist dein Wegbegleiter,
geht mit und wartet schon!

Dieses Bild, das seit vielen Jahren in meinem Herzen ruht und mich bewegt, will endlich in die Freiheit gelangen. Ein Bild für alle, die sich manchmal fragen, warum es so herausfordernd ist, den Weg zu geh’n, wenn keiner mitkommt. Hier ist ein ew’ger Trost: Die Führung des Heiligen Geistes bleibt erhalten, auch wenn die Weggefährten zurück bleiben. Wie ein unsichtbares Seil ist er ein sicherer Halt an Orten, die mühevoll und herausfordernd sind. Er will dein ewiger Weggefährte sein und bleiben. Bist du schon mit ihm unterwegs? Es lohnt sich!

© 2021 Katharina Kopp

Sehnsucht

Die Sehnsucht ruft tief drinnen, 
nach Begegnung wahr und echt,
Berührung von weit innen -
Das wäre ganz und gar nicht schlecht.
Wer hat die Sehnsucht dir ins Herz gelegt? 
Der hat dafür gesorgt, dass dieses schlägt.
Sehnsucht nach Frieden und Freiheit,
nach Liebe und Verbundenheit.
Alles beginnt mit seiner Sehnsucht, 
er sehnt sich nach dir als Gegenüber,
Wenn seine Liebe dich besucht,
wirst du laut jubeln darüber.
Selbst unser Weltall ist gebaut, 
aus dieser tiefen Sehnsucht,
von einem der uns ruft ganz laut:
Kommt her, die ihr nach Fülle sucht!
Kommt alle her, trinkt, esst und kauft, 
ihr Armen ohne Hab und Gut!
die ihr vergeblich sucht und lauft,
nehmt hin die Fülle, fasst neu Mut!
Doch leider weichst du dem oft aus,
Herr Trübsinn macht sich in dir breit,
der tropft wie kalter Regen auf dein Haus,
und im Gepäck führt er Frau Einsamkeit.
Frau Einsamkeit blickt sorgenvoll,
die Sehnsucht hat sie unterdrückt,
und singt ihr Lied nur noch in Moll.
Ob dieser nächste Schritt ihr glückt?
Den Durst nach Leben stillt nur er, 
den ew'gen Bund schließt er mit dir, 
lebend'ges Wasser gibt er mehr und mehr,
das was er reicht, genügt auch dir.
Ohn' dich will er nicht sein, 
ohn' ihn bist du allein.
Doch gibst du dieser Sehnsucht Raum,
stillt sich vielleicht der Lebenstraum.
Frau Einsamkeit nicht gerne weilt,
wo Frohsinn und Begegnung lebt.
Herr Trübsinn auch von dannen eilt,
und Hoffnung neu das Herz belebt.

© Katharina Kopp

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Verzagt?

Was wenn...? 
Heute ist
Alles gut.
Soweit.
Aber was kommt?
Morgen?
Übermorgen?
Wie wird es sein?
Ängste?
Sorgen?
Fragen?
Doch heute ist
Alles gut.
Soweit.
Und morgen?
Jeder Tag
Sorgt
Für sich.

Dieser Text lebt von dem, was zwischen den Zeilen geschrieben ist. Wie füllst du die Leerstellen?

(c) Katharina Kopp

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Leben oder Tod?

Die Landschaft ist eigentlich schön. Der Titel „Gott liebt dich“ oder „Genieße dein Leben“ ist offiziell Programm: dort sollte sich das Leben abspielen. Trotz diesem „Programm“ befindest du dich im Kerker: dort sind Worte wie „ungeliebt“, „unfähig“, „unwichtig“, „wertlos“ und andere vernichtende Urteile dein (Lebens-)Programm.

Zusammengefasst klingt das mehr nach Tod als nach Leben. Gefesselt sitzt du dort und stellst dir so manche Fragen: „Wie bin ich hierher gekommen?“, „Warum muss ich hier leben?“, „Gibt es keine andere Möglichkeit?“ und „Wieso spielt sich das Leben dort draußen ab und ich sitze hier in Gefangenschaft gefesselt?“ Lebst du auch mit dieser tiefen Angst, abgelehnt zu werden und sehnst dich nach tiefer Annahme und Verständnis? Der Wunsch nach Leben ist sehr groß, und zwar nach echtem Leben, dem Leben, das von Fülle spricht. Sehnsüchtig versuchst du, einen Blick auf dieses Leben, das sich da draußen abspielt zu erhaschen. Ist es möglich, dorthin zu gelangen? Gibt es einen Weg in diese innere Freiheit.

In der Bibel lesen wir, dass wir bei Gott wertgeachtet sind (Johannes Evangelium Kapitel 1)*, dass seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen ist (Römer 5, 5)*, dass er uns tüchtig gemacht hat (2. Korintherbrief 3, 5)*. Vielleicht fällt es dir schwer, das anzunehmen und zu glauben, weil du es anders erlebtest. Menschen zeigten dir Verachtung oder behandelten dich lieblos. Das nahmst du als generelles Werturteil über dein Leben hin, ohne es zu hinterfragen. Hast du für dich geklärt, wessen Aussage über dein Leben letztendliche Gültigkeit hat? In der Bibel ist die Rede von einem liebenden Vater, der sehnsüchtig auf sein Kind wartet, das von ihm weggelaufen ist (Johannes Evangelium Kapitel 15)*. Auch wenn du das Gefühl hast, dass niemand auf dich wartet oder dich wertachtet, so darfst du wissen: es gibt einen Vater, bei dem du jederzeit willkommen bist. Über diese negativen Aussagen in deinem Leben schreibt er sein göttliches „JA“: „geliebt“, „wertvoll“, „fähig“, „Kind“. Ja, du darfst sein Kind sein, er wollte, dass du lebst. Denn er hat diese Welt und damit auch dich so sehr geliebt, dass er sein eigenes Kind, Jesus gegeben hat, damit du, wenn du an ihn glaubst nicht verloren gehst, sondern ewiges Leben hast (Johannes 3, 16)*. Dieses Leben in Fülle wünsche ich dir für jeden neuen Tag! Und dann kann es dir auch gelingen, dieses Leben an andere weiterzugeben.

* Bibelverse können nachgelesen werden in der Bibel. Die erste Zahl bezeichnet das Kapitel, die Zahl nach dem Komma steht für den Vers im entsprechenden Kapitel.

Hier gibt es eine online Bibel Version: https://www.bibleserver.com/

(c) Katharina Kopp

Broken Shells

I walked along the beach 
climbed over the rocks
and found two broken shells.
The surface is brown - inconspicious.
But where they are broken
you can see inside
and it's shining.
Where the surface broke off
it shines like silver.
It is dark inside the shell 
- unless it is broken.
But where it is broken
you can see through
you can see how the light reflects
and shines back to you.
Two broken shells
Can these broken shells ever be fixed?
Or do you only see God's glory in broken vessels?
How can I scrape off the surface so the shiny part is seen?

© Katharina Kopp, Tonga, October 1999

Mein Herz*

Mein Herz ist wie ein off'nes Buch, 
in dem ich nach den heilen Seiten such'.
Doch alles ist hier voller Narben,
in ganz verschied'nen trüben Farben.
Die schwimmen wie in einem roten Pool, 
dabei tat ich doch immer ach so cool.
So trampelte man auf mir rum,
verkaufte mich auch oft für dumm.
Jetzt liegt es offen wie nach ner OP. 
und tut noch so entsetzlich weh.
Will keiner diese Schmerzen teilen,
und helfen, dieses Herz zu heilen?
Ich fürchte, das ist nicht so einfach, 
Denn ganz egal, was ich auch mach',
Dies' trotzig' und verdrehte Ding,
ich leider immer mit mir bring.
So suche Antwort ich vergeblich, 
und find' nur immer wieder mich.
Mit diesem Herzen voller Schuld und Scham,
und hoff' auf den, der mir die Schuld längst nahm.
Letztendlich reicht ein Blick in meinen Spiegel, 
zu seh'n: mein Herz hatt' immer einen Riegel.
Wieso sollt' es sich zeigen, wie es ist,
wenn der and're auf Krawall gebürstet ist?
So acht' ich d'rauf, es zu behüten, 
unnöt'ge Schmerzen zu verhüten.
Doch manchmal öffne ich es gerne,
spür' ich Int'resse aus der Ferne.
Letztendlich bleibt doch jedes Herz alleine, 
Und sammelt jede Menge Schmerzenssteine.
Die tauchen immer wieder aus der Tiefe auf,
behindern uns im freien Lebenslauf.
So ist das leider Fakt in unserm Leben, 
doch hat auch jeder was zu geben.
Wenn wir die Narben teilen,
gibt's uns ne Chance zu heilen.
Die Narben wird man immer wieder spüren, 
doch können sie auch trefflich führen:
Ein neues Herz ist uns versprochen,
das heil ist, ganz und ungebrochen.
Verletzlich wird es immer bleiben, 
doch will ich noch das Letzte schreiben:
Selbst die allerschlimmsten Wunden,
die hat der Herr am Kreuz längst überwunden.
Daher will ich's nicht unterdrücken, 
noch alles in Perspektive rücken.
Dann wird es sicher und auch fest,
wenn ich ihm überlass' den Rest.

*Dieses Bild bewegte mich diese Tage und so versuchte ich, es in Wort und Bild auszudrücken. Ähnlichkeiten mit noch lebenden oder bereits gestorbenen Personen sind nicht vollkommen ausgeschlossen. Vielleicht magst du Rückmeldung geben, wenn du jemanden kennst, der sich mit solchen Gedanken identifizieren kann.

Lies auch diesen Beitrag!

(c) Katharina Kopp

Dein Platz

"Für dich ist doch hier kein Platz." 
Oh, wie ich ihn hasse, diesen Satz!
"Auf dich wartet hier auch keiner."
"Ehrlich gesagt, dich braucht auch keiner."
Diese Sätze haben soviel Macht, 
Ein Feuer ist damit so leicht entfacht.
Dieses brennt ganz tief im Herzen,
verursacht oftmals große Schmerzen.
Ob gesprochen oder nur gedacht, 
hab ich leider auch schon oft gemacht.
Diese Worte wirken länger,
Bin ich deren trauriger Empfänger.
Mancher Platz scheint recht genehm,
doch ist dieser hier nicht sehr bequem.
Frage ist, wen dieser Sender meint? 
Der so redet, dass der and're weint.
So groß ist der Unterschied,
doch hinüber ist der Fried.
Hat er Angst um seinen eig'nen Platz? 
Oder wie versteht er diesen Satz?
Kein Platz bleibt für immer fest besteh'n,
Eines Tages müssen alle geh'n.
Dort ist wohl ein Platz bereit, 
von dem, der die Seel' befreit.
Der dir deine Wohnung schon gebaut,
die so wunderschön ist, dass es dich glatt umhaut.
Noch viel schöner ist dein Platz!
Bitte glaub mir diesen Satz!
Freu' dich drauf, es dauert nicht mehr lange, 
ist dir jetzt auch manchmal bange.
Denn dann heißt es, "Du bist angekommen."
Wirst in ew'gen Vaterarmen aufgenommen.
Ein Zuhause hast du dort, 
an jenem andern Ort.
Doch noch gilt es hier in dieser Welt,
treu zu sein, wo du bist hingestellt.
Denn du wirst hier noch gebraucht, 
wenn dein Kopf auch manchmal raucht.
Arbeit gibt es viel zu tun,
danach ist Zeit um auszuruh'n.
Platz ist nicht die Frage nach nem Ort, 
immer ist es dieses eine Wort:
"Sei bei mir willkommner Gast,
mach auf deiner Reise gerne Rast."
Einen Platz an dem die Seele singt, 
und wo laut der eine Satz erklingt:
"Auf dich haben wir gewartet.
Jetzt wird unser Fest gestartet."

© Katharina Kopp


Kathakritzelt.com hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.

Auch wenn es jetzt schon Mittwoch ist, wollten diese Worte noch ins Netz. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr schreiben. Mögen diese Zeilen etwas in dir zum Klingen und vielleicht auch zum Heilen bringen!

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Im Sturm

Ein ruhiger Tag, 
vielleicht ein paar Wölkchen in der Ferne.
So, wie man es mag.
Alles ist ruhig, bei Nacht sieht man die Sterne.

Gelassen fuhren sie hinaus mit ihrem Boot. Der Meister war müde und schlief ein. So merkte er nichts von ihrer Not. Denn plötzlich brach ein gewaltiger Sturm los. Der war so heftig, dass selbst diese erfahrenen Fischerleute fürchteten unterzugehen. Das war kein kleiner Sturm, so etwas waren sie auch auf dem See Genezareth in Israel nicht gewohnt. Sie hatten echt und ehrlich Angst in dieser Situation. Und so rüttelten sie Jesus wach. Er stand auf, und fragte sie, »Warum habt ihr Angst? Vertraut ihr mir so wenig?« Er befahl dem Wind und den Wellen und sie legten sich, es wurde ganz still. Erstaunt blieben die Jünger ihren Gedanken überlassen. Der Sturm war vorbei. Aber was war wohl in ihren Herzen los? Erzählt nach der Bibel, Matthäus 8, 23-27.

Soweit die Geschichte, die wahrscheinlich viele kennen. Diese Geschichte fordert mich seit einem guten Jahr immer wieder heraus. Es war Sonntag, der 15. März 2020, ich war damals Leiterin der bilingualen Grundschule in Kandern. Am Freitag, 13. März war entschieden worden, die Schulen in Baden-Württemberg ab Dienstag, 17. März für drei Wochen zu schließen wegen dieses neuartigen Corona-Virus, das die Welt auf Trab hielt. Dieser Montag würde also für einige Zeit die letzte Gelegenheit sein, als Lehrerin vor meinen Schülern und Lehrern zu stehen. Dass es auch mein letztes Schuljahr an dieser Schule sein würde und ich an genau dem Freitag meinen Vertrag für eine neue Arbeitsstelle bei Wycliff eingeworfen hatte, wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr viele.

Ein historischer Moment also, und mir war nicht wohl bei dem Gedanken an die bevorstehende Zeit und besonders den nächsten Tag. Ich fühlte mich absolut überfordert und kraftlos. Was sollte ich in einer solchen Situation weitergeben, wie mich selbst und andere ermutigen? Leer und ratlos legte ich mich ins Bett. „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf!“, so hatte mein Vater mir noch am Sonntagabend gesagt. So lag ich nachts wach und las dann in meinem Andachtsbuch genau diese Geschichte. Was für ein „Zufall“! Genau wie in dieser Geschichte, so geschah das Wesentliche auch bei mir „im Schlaf“. Auch in mir wurde es ganz still. Getrost und getröstet konnte ich noch eine kurze Runde schlafen, bevor es Zeit war, in die Schule zu gehen.

So hatte ich an diesem Tag etwas zum Weitergeben, Hoffnung in einer dunklen Zeit. Statt des Wortes „Sturm“ setzte ich „Co…rona“ ein, was einerseits etwas humorvoll, aber auch symbolisch war und ist. Die Parallelen sind unverkennbar. Bis heute spüre ich eine tiefe Brisanz, wenn ich an diesen Tag zurückdenke. Es war ein Wissen um einen Halt, der größer war und ist als die gegenwärtige Situation, die damals so ungewiss war wie heute. Dass ich längere Zeit meine Schüler nicht im Klassenzimmer unterrichten würde und die Welt auf lange Zeit eine andere sein würde, wussten wir damals noch nicht so genau. Aber derjenige, der damals den Sturm stillte und den Wellen befahl, ist auch derjenige, der unser aufgewühltes Herz still werden lässt. So schnell wie damals auf dem See Genezareth geht es leider nicht immer. Aber auch dieses Corona-Gewitter wird eines Tages vorbei sein. Vertrauen wir, dass er unser Leben noch in seiner Hand hält!

Das bekannte Lied, das wir an jenem Montag noch passend zur Geschichte sangen, fasst dies gut zusammen.

With Jesus in the boat, 
I can smile at the storm.
When I'm sailing home.

Mit Jesus in dem Boot
Kann ich lachen in dem Sturm,
auf dem Weg nach Haus'.

© Katharina Kopp