Sei freundlich!

„Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es heraus.“

Zuallererst ist es notwendig, freundlich zu dir selbst zu sein. Mit sich selbst gut umzugehen, ist oft die größte Herausforderung. Dazu ermutige ich dich heute! Rede und denke Gutes über dich! Das wird sich auf das Verhalten anderer dir gegenüber auswirken. Wer freundlich zu anderen ist, dem begegnen diese auch in der Regel freundlich. Das ist gar nicht immer so einfach und funktioniert leider auch nicht immer. Manche Menschen gehen einfach mit notorisch schlechter Laune durch den Tag. Oder sie haben sich dazu entschieden, dich nicht zu mögen. Oder sie können nicht freundlich sein. Oder sie haben einfach nur einen schlechten Tag. Leider zahlt sich also Freundlichkeit nicht immer sofort aus. In diesem Vers wird noch ein anderer Grund genannt: Jesus kommt wieder und er achtet auf das, was wir tun. Es lohnt sich also auf jeden Fall, freundlich zu sein.

(c) Katharina Kopp

Geborgen!

Beim Lesen dieser Worte drängt sich das Bild eines Küken auf, das bei der Mutter Unterschlupf findet. Tatsächlich machen das Jungtiere bei Gefahr: sie suchen Zuflucht bei ihrer Mutter. Solange bis die Gefahr vorbei ist, sind sie dort geborgen. Genauso darf unsere Seele, unser Inneres auch Schutz suchen und sich bei Gott bergen bis das vorbei ist, was uns bedrängt. Meist sind es ja nicht direkt tödliche Gefahren, die uns bedrängen, aber auch die ganz gewöhnlichen Alltagssorgen können manchmal schon ziemlich bedrücken. Auch in all diesen Bedrängnissen dürfen wir uns bei unserem himmlischen Vater geborgen wissen. Für ihn ist keine Not zu groß oder zu klein. Bergen wir uns in seinem Schutz! Dafür ist man nie zu alt!

Lebe im Frieden

Im Frieden zu leben ist manchmal gar nicht so einfach. So Vieles will uns den Frieden rauben. Äußere und innere Fragen und Nöte beunruhigen uns, vielleicht Meinungsverschiedenheiten über politische oder gesellschaftliche Fragen. Heute geht es darum, mit anderen Menschen in Frieden zu leben, grundsätzlich die Entscheidung zu treffen, anderen gegenüber im Frieden zu sein. Ein freundliches Wort, ein netter Blick, eine Entschuldigung oder eine kurze Botschaft kann eine gute Beziehung aufrechterhalten oder wiederherstellen. Gibt es jemanden, mit dem du im Unfrieden bist? Suche einen Weg zur Versöhnung, wenn irgend möglich! Lass nicht zu, dass deine Beziehungen zerstört werden! Aber das Wichtigste ist, dass du mit Gott im Frieden bist und bleibst.

Vertraue Gott!

Vertrauen ist so eine Sache. Vieles wollen wir selbst kontrollieren und tun uns schwer damit, anderen oder gar Gott zu vertrauen. Wenn wir unser Leben in Gottes Hand legen, dürfen wir vertrauen, dass er uns einen guten Weg führt. Er wird handeln, zu seinem Zeitpunkt und auf seine Weise. Zugegeben, sein Handeln entspricht nicht immer unseren Vorstellungen. Aber ich durfte oft erleben, dass er sich gut um mich kümmert, auch wenn es nicht immer auf den ersten Blick so aussah. Da ich meine kleine Welt sowieso nicht kontrollieren kann, habe ich mich entschieden, ihm die Führung für mein Leben zu überlassen. Das gilt für große und kleine Dinge und macht mein Herz zuversichtlich. Darf ich dich einladen, dass auch zu machen – zum ersten Mal oder immer wieder neu?

Sei dankbar!

DANKEN SCHÜTZT VOR WANKEN

LOBEN ZIEHT NACH OBEN

Dankbarkeit ist ein Schlüssel zu einem glücklichen Herzen. Wofür bist du heute dankbar? Suche dir für jeden Buchstaben des Alphabets eine (oder mehrere) Sache(n), für die du dankbar bist. Du kannst die Liste auch schön gestalten und irgendwo aufhängen. Oder du nimmst ein kleines Heft und beginnst, immer wieder aufzuschreiben, wofür du dankbar bist. Mein Heft enthält viele große und kleine Dinge, wofür ich dankbar war und bin, Manches hätte ich vergessen, aber wenn ich darin lese, kann ich das Gute behalten, was ich erlebt habe. Erinnere dich immer mal wieder daran, dankbar zu sein. Ich mache das meist direkt nach dem Aufwachen oder abends, bevor ich mich schlafen lege. Danke auch anderen für Kleinigkeiten!

Freu dich!

Kann man das auf Befehl tun? Sich freuen? Paulus hält das offensichtlich für möglich. Er saß im Gefängnis und hatte äußerlich wenig Grund, sich zu freuen. Sicher hatte er viel Zeit zum Nachdenken. Vielleicht so wie wir momentan, wenn viele unserer kleinen Alltagsfreuden wegfallen. Echte Freude hat einen viel tieferen Grund. Wir dürfen uns darüber freuen, dass wir mit dem Herrn Jesus verbunden sind. Mir ist in den vergangenen Monaten die Freude an meiner Beziehung mit Gott viel wichtiger geworden. Das Leben hier dauert nur einen kurzen Moment, dann sind wir in der Ewigkeit mit unserem Herrn verbunden. Dort wird kein Leid und keine Not mehr sein, kein Geschrei über Unrecht, weil er das ewige Recht aufrichten wird. Der Sonntag gibt uns einen kleinen Vorgeschmack: Freu dich heute über die Zeit, die du mit Gott verbringen kannst!

Gute Laune kultivieren

Gefühle – das Salz in der Suppe des Alltagsbreis

Das Thema „Gefühle“ war mir nie so ganz geheuer. Als rationaler Mensch verlasse ich mich insgesamt mehr auf meinen Verstand. Dabei verpasste ich leider immer wieder schöne Aktionen, weil ich meine Gefühle nicht so wichtig nahm. Andererseits können sie gelegentlich in unangenehmer Form kommen und überraschen oder sogar lahmlegen. Wenn die Trauer, Scham, Angst oder Ärger sich erst mal breit gemacht haben, wird man sie oft so schnell nicht wieder los. Die negativen Gefühle kommen meist von selbst und bleiben dafür lange – wie ungebetene Gäste. Andererseits muss ich positive Gefühle oft aktiv suchen und sie verschwinden dafür umso schneller, wenn ich nicht aufpasse. Dabei sind Freude, Überraschung, Stolz oder Dankbarkeit sehr angenehme Begleiter. Aber wie kann ich diese kultivieren und somit aktiv zu guter Laune beitragen? Geht das überhaupt?

Der Monat November ist sowieso nicht so mein Lieblingsmonat: kalt, der Sommer/Herbst mit schönem Wetter ist endgültig vorbei, draußen wird es immer früher dunkel und an manchen Tagen gar nicht so richtig hell; der Dezember mit den Advents- und Weihnachtsaktivitäten noch nicht da. Für Menschen mit einer Tendenz zu depressiven Verstimmungen und Melancholie nicht besonders erfreulich. Wahrscheinlich bin ich auch nicht die Einzige, der es so geht.

Zu den gewöhnlichen Unannehmlichkeiten des Alltags kommt dieses Jahr noch eine weitere Herausforderung: unsere sozialen Kontakte, Begegnungen und kulturelle Ereignisse werden wieder enorm eingeschränkt. Ich bin ein soziales Wesen und brauche den Kontakt mit Menschen – und zwar real, nicht nur digital. Auch Körperkontakt ist wichtig zur Immunabwehr, aber den gibt es aktuell nur in recht geringen Dosen. Normalerweise trifft man sich zu dieser Jahreszeit gerne mal zu einem Tee bei ner Kerze oder am Kamin. Dies ist ja momentan auch nur bedingt möglich. Richtig: zwei Haushalte dürfen das ja noch! Zum Glück! Solche Höhepunkte sollte man auch feiern und genießen. Aber daneben gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Damit komme ich nochmal aufs Thema „Gefühle“ zurück.

Herausforderung – Challenge

Gemeinsam mit euch möchte ich einen Versuch starten. Ist es wahr, dass man Gefühle aktiv steuern kann? Kann man positive Gefühle gezielt aktivieren und so negativen Gefühlen vorbeugen? Gleichzeitig Staunen und sich ärgern geht nicht.

Das möchte ich im November ausprobieren: jeden Tag möchte ich ein anderes Gefühl fokussieren, zu dem ich jeweils am Vorabend einen kleinen Impuls hier veröffentliche, also ab 31.10.. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass dies besonders gut wirkt, wenn man sich bereits abends direkt vor dem Schlafengehen in dieses Gefühl einfühlt. Dann kann es passieren, dass man morgens gleich mit diesem Gefühl aufwacht. Auch wenn ich gar nicht mehr wusste, welches Gefühl ich gestern abend gewählt hatte, wachte ich irgendwie gut gelaunt auf.

Wenn du magst, sei einfach dabei! Du kannst meinen Blog abonnieren, dann bekommst du automatisch eine Nachricht, wenn es was Neues gibt. Besonders schön ist es, wenn du eine Rückmeldung gibst, wie es dir damit geht. Vielleicht kommen wir darüber ja ins Gespräch und du hast noch weitere Ideen zur Stimmungsaufhellung in der trüben Jahreszeit.

Warnung: Dies ist keine Aktion für Menschen, die nur mitmachen, um zu beweisen, dass es nicht funktioniert. Wenn du mit der Haltung an die Sache rangehst, hast du eigentlich schon verloren und läufst Gefahr zu scheitern. Natürlich heißt das auch nicht, dass negative Gefühle nicht sein dürfen, die soll man auch ernst nehmen. Aber wir dürfen selber entscheiden, wie lange sie bleiben dürfen und wann ich sie zur Ausgangstüre begleite.

Aber warum nicht sich mal auf ein kleines Experiment einlassen? Es kostet nur ein bisschen Zeit, Mut sich auf was Neues einzulassen und Neugierde! Bist du dabei?

Übrigens: Diese Idee ist Ergebnis eines (online) Kursabends von und mit Kerstin Hack, den ich wärmstens empfehlen kann: Leo. Löwenstark leben. Mehr Details findest du hier: https://down-to-earth.de/?s=leo+l%C3%B6wenstark&post_type=product

Ab Januar kannst du wieder einsteigen!

Die Inseln warten…

Bereits als Kind hatte ich den Wunsch, mit meinem Leben Gott zu dienen. Da meine Paten damals als Missionare nach Papua Neuguinea gingen, stand für mich damit mein Lebenstraum fest: Missionarin in einem anderen Land, möglichst auf einer Insel. Gegen Ende meines Lehramtsstudiums durfte ich auf zwei kürzeren Einsätzen auf den Philippinen meine Auslandstauglichkeit testen. Dort erlebte ich auch, wie Gott mich heilte von meiner Überempfindlichkeit gegen die Sonne. In meiner Kindheit hatte ich regelmäßig bei höheren Temperaturen durch starke Sonnenstrahlung einen Sonnenstich bekommen. Nach der Ankunft in Surigao, Mindanao quälten mich wieder die Kopfschmerzen und Übelkeit. Aber mein Team betete für mich und danach wurde es besser. In all den Jahren durfte ich an der Stelle viel Bewahrung erleben, obwohl ich oft sehr intensiver Hitze ausgesetzt war.

Nach diesem Einsatz im Jahr 1997 ging mein Referendariat langsam dem Ende zu und ich besuchte eine Gemeinde in Herrenberg. Dort war eine Missionarsfamilie zu Gast aus Tonga, einer kleinen Insel im Südpazifik. Sie erzählten sehr lebendig und anschaulich von ihrem Dienst dort, wobei die Kinder ebenfalls Zeugnis gaben und einen Stocktanz aufführten. Diese Familie imponierte mir und so sprach ich die Frau (Katrina) nach dem Missionsabend an, ob sie nicht Lehrer brauchen. Wir redeten kurz über ihren Plan im Jahr 1999 ein Jahr Auszeit vom Homeschooling zu machen. In dieser Zeit würde eine Lehrerin für ihre beiden jüngeren Kinder gebraucht. Mit einem Gebet und einer Visitenkarte verabschiedeten wir uns.

Mein Referendariat ging zu Ende und ich stand vor der Frage, was beruflich dran sein könnte. Lehrerin an einer christlichen Schule war eine Option, die sich aber zerschlug, weil zu dem Zeitpunkt eine ziemliche Lehrerschwemme war. So musste ich vertrauen, dass Gott einen Platz für mich hat, wo er mich gebrauchen wollte, was gar nicht so einfach war. Eines Tages saß ich so betend in meinem Zimmer. Da kam mir der Gedanke, in der Zeitung nachzuschauen, ob es dort ein Stellenangebot gäbe. Dies erschien mir logisch. Doch in der Zeitung dieses Tages fand ich ein Stellengesuch der ganz anderen Art. Die Losung des Tages war dort abgedruckt und da stand klar und deutlich: „Die Inseln warten auf deine Weisung“ (Jesaja 42,4) Seit jenem Abend mit der Familie aus Tonga waren bereits mehrere Monate vergangen. Und außerdem: wo war die Visitenkarte? Die fand sich allerdings mit einem Griff – die zweite Überraschung an diesem Vormittag. Die Kontaktaufnahme über Fax gestaltete sich etwas herausfordernd, aber nach einigen Emails klappte die Kommunikation dann doch einigermaßen.

So packte ich im Januar 1999 meine Sachen und bestieg das Flugzeug. Die erste Etappe sollte mich bis Honolulu, Hawaii bringen, wo planmäßig jemand von „Jugend mit einer Mission“ mich in Empfang nehmen sollte, bevor ich zwei Tage später wieder nach Tonga weiterfliegen sollte. Mit zweistündiger Verspätung landete ich morgens um 3.30 Uhr in Honolulu und stellte fest: niemand war da, der mich abholen sollte. Wie es dann weiterging, ist eine andere Geschichte. Hier nachzulesen: https://wordpress.com/post/mitgotterlebt.org/528.

© Katharina Kopp

Abschied – bittersüß

Zum Abschied meiner Zeit der Zusammenarbeit bei einem gemeinsamen Frühstück mit einigen Wollbachern (Kandern) kamen mir ein paar Gedanken. Ich denke sehr gerne an diese Zeit zurück.

Mal wieder ist’s soweit,
Ich wollt, es wär‘ ne Ewigkeit.
So gern möcht ich noch hier verweilen,
Statt in die weite Fern zu eilen.
Was für ne reiche Zeit
Mit so viele liebe Leit!
Mit bittersüßem Sinn
Zieh ich nun in die Ferne hin.
Mein Dank für das Zusammensein,
Hand in Hand lief‘s meistens fein!
Wir hatten schöne Feste,
Das war für uns das Beste.
Warum geh ich jetzt fort?
So weit an einen andern Ort.
Doch jetzt ist die Zeit
Und bald ist es soweit.
Abschied ist ein schweres Wort.
Doch weil ich kenn den ewgen Hort,
Halt ich im Herzen mir
Die ewge Heimat für und für.
Der immer mit mir geht,
Er wartet schon, oh seht!
Hat seine Flügel ausgebreitet
und mich ins nächste Heim geleitet.
Doch nicht hier, nicht dort:
Er ist der ewge Hort!
und wartet schon seit langer Zeit.
Sagt, sind wir dafür bereit?
Wir sind ein Gast nur hier,
Ein paar Jahre bleiben wir,
Doch dann trägt man uns fort,
hoffentlich an einen schönern Ort.
Wer weiß, wann wir uns wiedersehn,
Doch das wäre wirklich schön!
Jetzt wünsch ich euch von Herzensgrund:
Bleibt immer fröhlich und auch gsund!

©August 2020, Katharina Kopp

Abschied

Ne schöne Zeit liegt hinter mir

Mit vielen lieben Menschen

Umarmt, geliebt, begegnet

Gelacht, geweint, geträumt

Lange vorbereitet, gehofft, gebangt

Endgültig Schluss

Ende ist gültig

Die Wohnung leer geräumt

Die Arbeit beendet

Die Freunde verabschiedet

Die letzte Seite geschrieben

Ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen

Alleine stehe ich mal wieder

Vor dir, mein Gott

Vertrauensvoll und hoffnungsvoll

Aber doch alleine

Wer steht an meiner Seite?

Wer liebt auch die Ecken und Macken?

Nur du, mein Gott.

Du kennst und liebst mich

Von innen und von außen

Vom Anfang bis zum Ende

Du allein

Bleib bei mir Tag und Nacht

Deine Gnade soll mir genügen

Denn du bleibst an meiner Seite