Kennst du die Geschicht‘ vom kleinen Elefant?
Ich halte die für ziemlich relevant.
Mit einer kleinen Schnur fesselte man ihn,
fest band man ihn an einen Pfosten hin.
Längst ist er mutig, groß und stark,
sein Schrei erschüttert bis ins Mark.
Doch diese Schnur, sie schneidet ein.
Warum kann jetzt nicht frei er sein?
Denn diese kleine Schnur, sie hält ihn nicht.
Alleine die Erinnerung trübt seine Sicht.
Dem Schicksal hat er längst schon sich ergeben,
und in Gefangenschaft fristet er so sein Leben.
So Vieles kann sie lehren, die Geschicht‘,
und bringen dunkle Schatten an das Licht.
Es ist oft die Erinnerung, die schmerzt,
längst ist das Ursprungsübel ausgemerzt.
Doch wie oft schaffe ich es nicht,
die innern Schnüre abzulegen,
und mich in Freiheit zu bewegen.
Dabei führt das mich an das Licht.
Wie werde ich sie los, die Schnur?
Denn eigentlich stört sie mich nur.
Sie schneidet tief ein in mein Sein,
dabei bin ich doch nicht mehr klein.
Der Geist, der sollte längst regieren,
warum kann ich das kaum kapieren?
Die Seele nimmt oft überhand,
blockiert den Weg ins neue Land.
Doch eines Tages steh' ich auf,
und nehm' den Trennungsschmerz in Kauf!
Weit offen steht die Tür ins neue Leben,
noch manchen Stolp'rer mag es geben.
Doch auch der längste Weg muss mal beginnen,
wer kleine Schritte geht, kann nur gewinnen.
Vertrauend nehm' ich seine Hand,
und er führt mich ins neue Land!
(c) Katharina Kopp
Nachlesen kann man diesen Sachverhalt auch hier: https://wirelesslife.de/elefanten-ketten/
* Entschuldigt die Rechtschreibung!!