Sorgt euch um nichts

Dienstag, 24.3.2020

Ein neuer Tag beginnt. Die Vögel haben ihn schon lange besungen und vielleicht sind Sie ja auch mit deren Loblied aufgewacht. Was mich an den Vögeln fasziniert: sie haben keine Sorgen, sie leben einfach vor sich hin. Morgens begrüßen sie den neuen Tag und dann gehen sie an ihr Tagewerk: Nester bauen, Vogeljunge versorgen, selber Nahrung aufnehmen, schlafen. Wenn ich zur Zeit unterwegs bin, schaue ich in viele besorgte Gesichter. In diesen Tagen leiden viele Menschen an Angst und Unsicherheit. Angst vor Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes, der wirtschaftlichen Lage unseres Landes, der Zukunft… In der Bibel, Gottes Wort, dürfen wir lesen:

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!“ Philipper 4, 6

Darf ich dir heute morgen Mut machen, dich nicht unter diese allgemeine Stimmung der Angst zu begeben, sondern Gott deine Sorgen und Nöte hinlegen und ihm vertrauen, dass er sich um alles kümmert. Denn er hat versprochen, uns alles zu geben, was „zum Leben und zum Glauben notwendig ist“ (2. Petrus 1,3). Er wird auch für das Morgen sorgen.

Lieber Vater, danke, dass du versprochen hast, dich um uns genauso zu kümmern, wie um die Vögel am Himmel. Wir wollen dir vertrauen und dich bitten, dass du uns heute alles gibst, was wir brauchen. Vergib uns, wo wir uns zu viele Sorgen machen und lehre uns, dir zu vertrauen. Amen.

In diesem Sinne einen gesegneten, angstfreien Tag!

Wir fahren auf Sicht

Dienstag, 17.3.2020

Unser Schulbetrieb ist lahmgelegt, aber wir sind dennoch aktiv. Mir ist ein Anliegen, trotzdem in Kontakt zu bleiben und möchte heute morgen mit einem kurzen Impuls starten.

„Wir fahren auf Sicht“, das heißt, wir wissen nicht, was morgen und in den kommenden Tagen noch auf uns zukommt. Unsicherheit macht sich breit, vielleicht auch schlechte Laune, Wut, Aggression, eventuell auch Freude darüber, nicht mehr im gewohnten Alltagstrott weiterleben zu müssen, eine Zeitlang den Gang etwas zurückzuschalten. Unser Leben gleicht einer Fahrt im Nebel, bei schlechten Lichtverhältnissen. Man sieht nicht mehr klar, was als nächstes passieren wird. Im Nebel muss man langsam, vorsichtig fahren. Man weiß nicht, wann die nächste Kurve kommt, ob die Straße vielleicht glatt wird. Wir sind schnelles, effizientes Fahren gewohnt. Am liebsten auf der Autobahn bei 180, da kommt man voran und ist schnell am Ziel. Im übertragenen Sinn geht dies jetzt nicht mehr. Wir sind gezwungen, langsam zu fahren, Schritt für Schritt voranzugehen und ein anderes Lebensgefühl zuzulassen. Lassen wir uns darauf ein. Und wir erinnern uns an das Wort Gottes: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Psalm 119, 105. Gottes Wort will uns auch und gerade in dieser Zeit Licht sein. Wir dürfen uns neu auf ihn besinnen.

Damit wünsche ich Ihnen und euch allen einen gesegneten Tag!