Wer will gehen?

„Wer will unser Bote dein? Wen soll ich senden?“ – ich aber sprach: „Hier bin ich, Herr. Sende mich!“

Jesaja 6, 8

Ein Ausmalbild für Kinder, damals war ich wohl in der Grundschule, es mag 2. oder 3. Klasse gewesen sein. Und in meinem Herzen brannte es, ja von diesem Herrn möchte ich mich senden lassen. So gab ich ihm mein Ja. Wie dieses lebenslange Ja sich immer neu zeigen würde, wird mir erst im Lauf der Jahre bewusst. Immer wieder neu fragt er:

„Lässt du dich senden?“

Im Hören auf die diversen Orte der Sendung sind meine Ohren heute besser geschult als damals. Ich habe viel gelernt über die verschiedenen Arten der Sendung – für kurze Interventionen, einen Impuls zum Gebet für eine Krebskranke zusammenzustehen – für 15 Minuten nach dem Gottesdienst. Oder einem Menschen ein Wort des Trostes, der Ermutigung weiterzugeben. Dann sind da auch die „großen“ Rufe – damals in den Südpazifik, später in die Schulleitung oder vor einigen Jahren ins Siegerland. Und weil er längst sein göttliches Ja-Wort über mir ausgesprochen hat, lautet meine Antwort – oft auch unter Tränen – „JA. Hier bin ich, sende mich!“ Wer weiß, wohin er mich weiterhin senden wird. Ich will bereit sein, auch wenn der Weg steinig ist. Und du?

Das Ermutigende ist: mit einem solchen Meister an der Hand, gibt er auch immer die passende Unterstützung und hilft – spätestens rechtzeitig… seine Treue ist unfassbar. Auch wenn es mal länger dauerte, er hat mich nie fallen lassen, war immer da in Nebel- und in Sonnenzeiten. So ist dieser Herr, der auch heute noch fragt:

„Wer will unser Bote dein? Wen soll ich senden?“

Er sucht Menschen wie dich und mich, die sich von ihm rufen lassen, sein Licht in diese Welt zu tragen – immer neu an die dunklen Orte, die zunehmen. Trägst du sein Licht heute an einen dunklen Ort?

(c) Katharina Kopp

Charakterschmiede

Feuer wird entfacht, 
im Schmelzofen des Lebens,
alles wird erhitzt.
Charakterbildung - 
Das Ziel ist Verfeinerung
der Persönlichkeit.
Der Schmelzofen macht Hartes weich und formbar.
Die Kritik ist heiß, 
bringt Hartes zum Schmelzen,
geschmeidig und weich.
Unendlich schmerzhaft, 
dieser wertvolle Prozess,
alles ändert sich.
Wenn es weich geworden ist, kann die Form angepasst werden.
Altes brennt heraus, 
aus Härte ersteht Neues, 
wird fest und gesund.
Konstruktive Kritik - 
Welch ein wichtiger Beitrag
zur Umgestaltung.
Neu für ihn geformt - 
Seine Liebe bricht sich Bahn.
Zieh sein Wesen an!

© Katharina Kopp

Den Text – mal wieder ein Haiku (5 Silben – 7 Silben – 5 Silben) – hatte ich fast fertig. Und dann machte meine Kollegin passend die Bilder für mich. Vielen Dank dafür!

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Liebesbrief

Bei deinem Namen gerufen 
von deinem liebenden Vater.
Zur ewigen Kindschaft berufen,
unendlich wertvoll und geliebt.
Herzliches Erbarmen habe ich,
der gütige Gott mit dir. 
Geformt, verborgen in der Erde 
sah ich dich an voll Zärtlichkeit. 
Ewig geborgen und beschützt 
im Schatten meiner Flügel,
So ruht auf dir mein gütiger Blick.
Geschrieben bist du in meine Hand.
Deine Schritte leite ich, 
liebevoll zähle ich dein Haar.
Voll Jubel seh' ich all dein Tun,
längst ist alles vorbereitet.
Fürsorglich gebe ich dir das, 
was du brauchst und noch viel mehr.
Deine tiefste Sehnsucht stille ich,
Meine Nahrung macht dich wirklich satt.
Nie bist du getrennt von mir, 
stets bin ich bei dir und halte dich.
Mein Angesicht darfst du sehen
und wirst so verwandelt
in mein Ebenbild.
Kein Zaungast im Spiel der andern, 
ein unendlich geliebtes Kind 
Du bist sehr liebevoll erdacht
zu deines Vaters Jubellied.

© Katharina Kopp

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Jubel der Schöpfung

Groß und wunderbar, 
So herrlich ist dein Name:
Wir beten dich an.
Keiner ist wie du, 
Einzigartig dein Wirken,
Ewiger Vater.
Ein sehender Gott. 
Du blickst uns wohlwollend an,
Voll Liebe und Gunst.
Alles tanzt für dich: 
Weiten der Felder, Wiesen, 
Wälder, Flüsse, Seen.
Alles jubelt dein Lob
Alle Ehre dir,
Tiefes Meer, Unendliches All,
Jeder Herzschlag singt.
Großartig, genial, 
Die Schöpfung jubelt dein Lob
In allen Ländern.

© Katharina Kopp

Das gemeinsame Innehalten mit Worten aus Psalm 66 inspirierte zu weiteren Gedanken. Besonders die bunten Herbstfarben singen von Gottes Größe und Schöpferkraft. Wie genial dies alles ausgedacht ist!!

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Schritt für Schritt

Führ' du mich, Herr, 
der Weg ist weit.
Führ' mich nach Haus,
führ' du mich raus!
Du siehst den nächsten Schritt
in Zeit und Ewigkeit.
Jeder Schritt 
mit dir und zu dir hin.
Geh' du voran!
Geh vor mir her!
Hauptsache ich seh'
den nächsten Schritt.
Dein Wort erleuchtet meinen Weg, 
den nächsten Schritt,
durch Moor und Dunst,
auch durch die Dunkelheit.
Du weißt den ganzen Weg,
siehst jeden Tag.
Du zeigst den Weg 
durch Licht und Finsternis.
Dich brauche ich täglich
als meinen Lehrer:
Von dir will ich lernen
und mit dir weitergehen.

© Katharina Kopp

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Auf dem Boot

Einige Tage 
auf einem Hausboot leben
hinterlässt Spuren.
Noch Stunden später 
schaukelt es rhythmisch in mir
weiter, hin und her.
Dynamisch schwankt es, 
anscheinend unaufhörlich, 
lässt nicht so schnell nach.
Ein Bild erscheint wie  
aus dem Nichts, Erinnerung
an alte Tage:
"Ich fuhr auf 'nem Boot, 
teilte etwas aus, Leben
aus dem Buch von Gott."
Ein uralter Traum, 
längst vergessen: Geschichte?
Nein!! Neu lebt er auf!
Das Lebensboot wankt 
hin und her, bewegt sich stets
im Sturm der Zeiten.
Seine Herrlichkeit 
bleibt in Stürmen stets bei dir,
sie lässt dich sicher steh'n.
Nähen an Bord
Kleiner Ausflug mit dem SUP
Zum Kaiser-Wilhelm-Steg

© Katharina Kopp

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Wetterwechsel

Trockenheit 
nimmt überhand -
Fast schon Waldbrandgefahr.
Sonne satt, brennt unerträglich
nieder.
Abkühlung 
im See: 
Der Hitze entronnen
oder lauwarme Badewannentemperatur? Dennoch
willkommen!
Erfrischung - 
stürmischer Wind
zieht übers Land,
sausend, brausend - bringt ersehnten
Regen.

© Katharina Kopp

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Joy and Pain

Art Journaling – 4

Deutsche Version unten.

Joy was in my heart while creating this cardboard heart. I was so happy, choosing colours and patterns I like and I had a lot of fun. So the topic of the picture was clear. But what would I choose for the other side? The opposite of this joy? After thinking and meditating for a while I chose pain. The string is put into the two holes of the heart so you can pull the two ends either way. In my times of meditation I now often pull the string back and forth either side, contemplating on the situations that bring me joy and others that bring pain. Often, when pain tries to overcome, I consciously choose to focus on joyful situations to strengthen my attitude and turn away from heart-sickening pain. For example I think about encouraging encounters and events I had during the precious seven days.

Freude erfüllte mein Herz als ich an diesem Herzen arbeitete. Es machte mir Freude, Muster und Farben auszuwählen, die ich mag. Damit war das Thema des Bildes klar. Aber was sollte ich für die andere Seite wählen? Das Gegenteil von Freude? Nach einer Zeit des Nachdenkens und Reflektierens, wählte ich Schmerz. Das Garn ist so in die beiden Löcher des Herzens eingefädelt, dass man es in beide Richtungen ziehen kann. Während meinen Zeiten der Meditation ziehe ich nun oft das Garn von Seite zu Seite während ich über die Dinge nachdenke, die mir Freude oder Schmerz bereiten. Wenn Schmerz mich belastet, entscheide ich mich bewusst, mich auf freudige Situationen zu konzentrieren, um meine innere Haltung zu stärken und mich von diesem Schmerz abzuwenden, der mein Herz krank machen möchte. Beispielsweise überlege ich mir, welche ermutigenden Begegnungen und Ereignisse ich in den vergangenen sieben Tagen hatte.

(c) Katharina Kopp

Nach einer Idee von Kim Pepper https://www.instagram.com/kimpeppercreative?igsh=aWNraHkxbW96em03

Hass

Geschürt 
wurde Hass
viel zu viel:
Andersdenkende wurden und werden
misstrauisch beäugt,
Verachtet.
Wollen 
wir das?
Sind wir bereit,
Menschen zu sehen, anzunehmen?
Gastfreundschaft zu üben,
echt zuhören und
verstehen wollen -
auch wenn es nicht
unserer Meinung entspricht?

© Katharina Kopp

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Im Glanz von seiner Majestät

Im Glanz von seiner Majestät, 
auf diesen Stufen früh und spät,
steh'n wir und singen ihm zur Ehr':
Sein Lob in dieser Welt vermehr'!
Dies Menschliche in Endlichkeit, 
umfasst von seiner Herrlichkeit,
begrenzt in dunkler Ahnung noch,
erwartet seine Schönheit doch.
Der Herr ist Sieger, er regiert. 
Sein Licht strahlt hell,  
die Nacht verliert.
So wunderbar die ew'ge Pracht, 
erfüllt mit seiner Lieb' und Macht.
Unendlichkeit erfasst mein Herz, 
und stillt bei ihm einst allen Schmerz.
Denn er vertilgt die finst're Nacht,
erscheint in seiner Lieb' und Macht.

© Katharina Kopp

Herr im Glanz deiner Majestät
Herr, im Glanz deiner Majestät, auf den Stufen vor deinem Thron, 
stehen wir in deinem Licht und singen dir Lieder.
Du, oh Herr, bist die Quelle des Lebens
und von dir leben wir.

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