Kleine Apothekengeschichte

Nein, eine Apotheke gibt es nicht mehr in Schönwald. Ich brauchte aber dringend eine Salbe. Also plante ich eine Fahrt nach Sankt Georgen, ca 12 Kilometer entfernt. Mehreres wollte ich dort erledigen, einen Spaziergang im Schnee, Zeit im Haus des Gebets verbringen, auch noch Verschiedenes einkaufen. Die Fahrt durch die wunderschöne Schneelandschaft war die reinste Augenweide. Bei strahlendem Sonnenschein kam ich an, fand einen Parkplatz in der Nähe der Apotheke… aber was ich nicht fand, war mein Geldbeutel. Oh nein!! Den hatte ich gestern rausgenommen und nicht wieder in die Tasche gesteckt. Wie doof!! Nochmal zurück und wieder herkommen wollte ich eigentlich nicht. Aber mir blieb wohl keine andere Wahl.

Ich ärgerte mich etwas. Morgens hatte ich gebetet, bevor ich losfuhr und Gott gesagt, dass ich ihm vertrauen wollte. Wieso konnte er mich nicht daran erinnern, den Geldbeutel mitzunehmen?…

Leider nicht mitgekommen…

Doch dann erinnerte ich mich an etwas: in einem Mäppchen hatte ich 10 Euro eingesteckt für solche Notfälle. Hoffentlich würden die reichen!! Also los zur Apotheke. Geduldig wartete ich, bis ich endlich dran war und hoffte, die Salbe wäre nicht zu teuer.

„10,98“ – Das darf doch nicht wahr sein!! Verzweifelt suchte ich in meinen Taschen nach einer Euromünze. Vergeblich!! Ich sah mich schon unverrichteter Dinge heimfahren. Meine missliche Lage erklärte ich der Verkäuferin – und konnte kaum glauben, was sie sagte:

„Bringen Sie das Geld einfach nächstes Mal.“ Sie kannte mich nicht und wusste nicht, ob sie mir vertrauen konnte. Aber sie tat es. Beschwingt machte ich mich auf zu einem längeren Spaziergang. Meine anderen Einkäufe hatten Zeit bis zum nächsten Besuch.

Ein kleiner Winterspaziergang

Wie schön, dass es Menschen gibt, die anderen vertrauen können. Doch selbst wenn das nicht immer der Fall ist und unser Vertrauen manchmal missbraucht wird, darf ich doch wissen: auf Gott ist Verlass. Er vertraut mir und ich vertraue ihm. Das ist für mich jetzt schon seit vielen Jahren eine wohltuende lebenslange Partnerschaft. Er bleibt bei mir, durch dick und dünn hält er zu mir. Zurzeit mache ich für 7 Tage eine „Vertrauenschallenge“ mit. Wenn du wissen möchtest, was das ist oder selbst mitmachen magst, findest du hier nähere Informationen: https://vertrauenschallenge.de/

Mittlerweile war ich wieder in der Apotheke und habe den fehlenden Euro abgegeben zusammen mit einem kleinen Dankeschön. Möge Gott die Angestellten segnen.

(c) Katharina Kopp

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