GNADE

G  eschenk. 
N iemals kannst du dafür bezahlen.
A lle deine Schuld ist dir erlassen!
D u bist befreit von deiner Last!
E r hat dafür bezahlt.

(c) Katharina Kopp

Kathakritzelt.com hat diese Aktion ins Leben gerufen.

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ANBETUNG

An einem besonderen Abend zu Mechthild von Magdeburg schrieben wir Anbetungstexte. Mögen diese Texte etwas in uns zum Klingen bringen und vielleicht entstehen auch beim Leser eigene Worte der Anbetung.

Auf dich Herr schaue ich.
Nur du stillst meine Sehnsucht.
Bedeckst mich mit deiner Liebe.
Erfüllst mich mit deiner Freude
Treu stehst du mir zur Seite.
Unter deinem Schutz bin ich geborgen.
Niemals wirst du mich verlassen.
Großer Gott, dich bete ich an.
Claudia
Allein Dir gebührt die Ehre,
nur Dir allein,
Bleibe in unseren Herzen,
Eine uns Herr in Deiner dreifaltigen Einheit,
Teile Deine Liebe uns mit,
Unter uns lass Deine Liebe und Güte kreisen,
Nähe, nach Deiner Nähe sehnen wir uns,
Güte und Barmherzigkeit lehre uns oh Herr.
Anonym
Auf dich, Herr, traue ich.
Nach dir, Herr, sehne ich mich.
Bereit bin ich, dir nachzufolgen, Herr.
Es ist ein köstlich Ding, dich zu lieben, Herr.
Treue und Barmherzigkeit umgeben dich.
Unfassbar groß und wunderbar ist deine Liebe, Herr.
Nur bei dir, Herr, ist das Leben in Fülle.
Gott, mein Vater, ich liebe dich über alles.
Amen
Susan
Alles in allem bist du,
Nichts und niemand kommt dir jemals gleich,
Beginn und Ende ist in dir - nur in dir,
Erhaben und mächtig bist du,
Teilst deine Güte und Gnade mit mir,
Unendliche, unfassbare Größe und Herrlichkeit,
Noch immer bist du der ewig treue Gott.
Gerecht und wahr bist und bleibst du allein.
Katharina
Auf, meine Seele, suche den Herrn.
Nah ziehst du mich an dein Herz,
Beschirmst mich, du mein Schutz und Hort.
Erste Liebe wünsche ich mir neu – brennend und begeistert.
Trauen will ich auf dich
Und mein Herz dir neu schenken.
Nie will ich von dir weichen, denn:
Gott nahe zu sein ist mein Glück.
Anonym
Herr, du bist der Anker meines Lebens.
Herr, du bist die Nabelschnur, an der ich hänge.
Herr, du bist die Barmherzigkeit, von der ich lebe.
Herr, du bist die Ewigkeit, die in mein Leben taucht.
Herr, du bist die Treue, auch wenn ich untreu bin.
Herr, du bist die Unruhe, in meinem Herzen, wenn ich zu ruhig vor mich hin lebe.
Herr, du bist die Neugier in mir, die sich immer wieder darauf freut, etwas Neues von dir zu entdecken.
Herr, du bist die Gnade, die mich immer wieder zu dir kommen lässt.
Sabine

Suche Freud!

Der Winter ist endgültig vorüber und heute leihe ich einige Worte von Paul Gerhardt, der vor rund 400 Jahren diese Jahreszeit unvergleichlich treffend beschrieben hat und noch immer aktuell sind. Auch er lebte in wirren Zeiten; der dreißigjährige Krieg, andere Religionsstreitigkeiten und der Verlust seiner Arbeit bestimmten sein Leben ebenso wie der Verlust etlicher Kinder und seiner Frau. Dennoch war sein Inneres von etwas anderem geprägt, das er in diesem bekannten Lied und vielen anderen Liedern zum Ausdruck bringt. Auch wir sind immer wieder ermutigt, Freude zu suchen mitten in allem, was unser Herz schwer machen mag. Denn die wahre Freude kommt von innen und wir dürfen mit Paul Gerhardt sagen und auch singen:

Geh aus mein Herz und suche Freud
in dieser lieben Sommerszeit
an deines Gottes Gaben.
Schau an der schönen Gärten Zier
und siehe wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.

Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide.
Narzissen und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide.

Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder.
Die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder.

Die Glucke führt ihr Völklein aus,
der Storch baut und bewohnt sein Haus,
das Schwälblein speist die Jungen,
der schnelle Hirsch, das leichte Reh
ist froh und kommt aus seiner Höh
ins tiefe Gras gesprungen.
Die Bächlein rauschen in dem Sand
und malen sich an ihrem Rand
mit schattenreichen Myrten;
die Wiesen liegen hart dabei
und klingen ganz vom Lustgeschrei
der Schaf und ihrer Hirten.

Die unverdrossne Bienenschar
fliegt hin und her, sucht hier und da
ihr edle Honigspeise;
des süßen Weinstocks starker Saft
bringt täglich neue Stärk und Kraft
in seinem schwachen Reise.

Der Weizen wächset mit Gewalt;
darüber jauchzet jung und alt
und rühmt die große Güte
des, der so überfließend labt,
und mit so manchem Gut begabt
das menschliche Gemüte.

Ich selber kann und mag nicht ruhn;
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herzen rinnen.
Ach, denk ich, bist du hier so schön
und läßt du’s uns so lieblich gehn
auf dieser armen Erden;
was will doch wohl nach dieser Welt
dort in dem reichen Himmelszelt
und güldnen Schlosse werden!

Welch hohe Lust, welch heller Schein
wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muß es da wohl klingen,
da so viel tausend Seraphim
mit unverdroßnem Mund und Stimm
ihr Halleluja singen?

O wär ich da! O stünd ich schon,
ach süßer Gott, vor deinem Thron
und trüge meine Palmen:
So wollt ich nach der Engel Weis
erhöhen deines Namens Preis
mit tausend schönen Psalmen.

Doch gleichwohl will ich, weil ich noch
hier trage dieses Leibes Joch,
auch nicht gar stille schweigen;
mein Herze soll sich fort und fort
an diesem und an allem Ort
zu deinem Lobe neigen.

Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
daß ich dir stetig blühe;
gib, daß der Sommer deiner Gnad
in meiner Seele früh und spat
viel Glaubensfrüchte ziehe.

Mach in mir deinem Geiste Raum,
daß ich dir werd ein guter Baum,
und laß mich Wurzel treiben.
Verleihe, daß zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze möge bleiben.

Erwähle mich zum Paradeis
und laß mich bis zur letzten Reis
an Leib und Seele grünen,
so will ich dir und deiner Ehr
allein und sonsten keinem mehr
hier und dort ewig dienen.

(c) 1653, Paul Gerhardt

Tsunami in Samoa

Dienstag, 28. September 2009:

Kurzer Lagebericht: am Dienstag, 28.9.2009 Morgen um 7 Uhr (samoanische Zeit) war in Samoa ein heftiges Erdbeben zu spüren mit einer Stärke von 8,3. Im Anschluss gab es im Süden Samoas drei Sturmwellen, die ganze Häuser und Dörfer wegrissen. 140 Menschen kamen dabei ums Leben, andere wurden schwer verletzt. Viele haben liebe Angehörige, Häuser und materielle Güter verloren.

Meine persönliche Geschichte mit diesem Ereignis: Am Tag vorher waren die beiden deutschen Mädels, Hilde und Linda zu mir gekommen. Sie waren ungefähr einmal in der Woche jeweils von Nachmittags bis zum Schulstart am nächsten Morgen bei mir. Wir aßen zusammen und machten meist etwas Nettes. Dann gingen wir zu Bett und am nächsten Morgen ging es direkt zur Schule. Soweit die Routine.

Doch dieses Mal war alles anders: am Montag Abend lagen die Mädels im Bett und ich war wohl auch am Schlafen. Da erhielt ich um halb 12 einen Anruf vom Flughafen, wo ich denn bliebe. Die beiden Besucher aus der Schweiz waren angemeldet und es war auch alles für ihre Ankunft am Dienstagabend organisiert. Aber es war erst Montag! Wieder einmal hatte die verwirrende Datumsgrenze zu Verwechslungen geführt. Statt abgeholt zu werden, kamen sie also per Taxi bei mir an. Die Betten waren ja bereits für diese Nacht belegt, also schnell ein paar andere Schaumstoffkissen zusammengesucht und ein Nachtlager für die Geschwister hergerichtet. Und so begann die Nachtruhe spät für uns.

Am Dienstagmorgen war ich gerade dabei, für Hilde und Linda die Pausenbrote zu richten als das (Holz)Haus anfing zu wackeln. Auch die beiden späten Besucher wachten davon auf und erschraken heftig. „Wohin?“ war die große Frage. Als Hausherrin war ich natürlich gefragt. Die Mädels rannten nach draußen, die beiden Schweizer versteckten sich unter dem riesigen massiven Tisch – und ich? Bis ich mich besonnen hatte, dass der Türrahmen auch noch ein sicherer Ort war, hatte das Beben aufgehört. Ca 2 Minuten hatte es gedauert. Außer einem Spiegel war bei mir nichts zu Bruch gegangen – im Holzhaus ist man doch recht sicher und das Beben war auch nicht die große Gefahr – zumindest nicht für uns im Norden der Insel. Das Beben hatte südlich der Insel stattgefunden. Die Katastrophe kam einige Minuten später an der südlichen Seite der Insel an. Dort schlugen dann die entsprechenden Wellen zu und verursachten einigen Schaden.

Unsere Geschichte ging relativ glimplich weiter: Die Mädels kamen heil bei ihrer Mutter an und auch meine Besucher kamen mit dem Schrecken davon.

Ob und wie lange noch Elektrizität und Kommunikation funktionieren würde, war zunächst ungewiss. Es war dann aber nicht so dramatisch und ich hatte noch Gasvorrat zum Kochen und Backen.

Als ich endlich telefonisch zu unserem deutschen Ehrenkonsul durchkam, erfuhr ich, dass einige Deutsche im Krankenhaus waren, die im Süden der Insel „Upolu“ von den Tsunami Wellen erfasst worden waren. Im Krankenhaus begegnete ich einer Deutschen, die diesen Tag bis heute als ihren zweiten Geburtstag feiert. Ich las ihr aus der Bibel vor, tröstete sie und betete mit ihr. Sie hatte einen heftig infizierten Fuß, konnte aber noch an dem Tag in ein Krankenhaus nach Australien geflogen werden.

Was das Beben mit mir machte, davon berichte ich ein anderes Mal. Alles in allem bin ich dankbar, dass keine weitere Flutwelle kam und Apia verschont blieb. Vieles im Leben nehmen wir selbstverständlich, aber so oft werden wir bewahrt, wo es auch anders hätte ausgehen können. Dafür möchte ich sehr dankbar sein.

Meine eigene Herausforderung war eine andere, die spielte sich in den darauffolgenden Wochen und Monaten ab:

Angst – in allen Gliedern…
War das wieder ein Beben?
Wird es stärker? Lässt es nach?
Habe ich das Nötige gepackt?
Muss ich in die Berge rennen oder
bin ich weit genug weg vom Meer?
Schwankt mein Haus nicht schon wieder?

Da: ein Geräusch!
Und wieder ein leichtes Beben.
Wann wird das Elend aufhören?
Wann werde ich nach Hause gehen dürfen
In die himmlische Heimat?
Werde ich jemals wieder ohne diese innere Angst schlafen können?
Bebt es tatsächlich noch
Oder ist das nur meine innere Angst?

Alleine liege ich im Bett in meinem Haus in Alamagoto.
Alle Besucher sind wieder weitergezogen.
Fragen quälen.
Wo geht es hin?
Was wäre gewesen, wenn ich in den Fluten ertrunken wäre?
Nach Hause und aus mit diesem ständigen Kampf
Um Zugehörigkeit, um Menschen, die mir nahe stehen?
Oh Herr, wo gehöre ich hin?

Und dann wieder dieses Bild, dieses Mal plastisch:
Ein Kind spielt mit einem Spielball,
er gleitet unter den Tisch, wird wieder hervorgeholt,
hin und her, doch er entgleitet den Händen des Eigentümers nie.
Gott, bin ich noch in deinen Händen?
Wo geht der nächste Schritt hin?

Furcht sitzt in allen Gliedern,
macht mich stark zum Zeugnis für Ihn,
zwingt mich klar zu sein in meinen Aussagen,
für ihn hinzustehen.
Mit dir will ich leben, für dich will ich alles geben.
Dein bin ich oh Herr, im Leben und im Tod.
Bewahre mich und halte mich in deiner Hand sicher!

Samoa, 4.10.2009

Ja, ich kann wieder in Frieden schlafen, was mich sehr dankbar macht. Und vielleicht haben diese und ähnliche Situationen mich stark gemacht, zu vertrauen, dass nur das Macht über mein Leben hat, dass Gott zulässt.

(c) Katharina Kopp

Heiliger Geist

  • Du begegnest mir und schenkst Gemeinschaft.
  • Du deckst meinen Tisch und schenkst mir voll ein.
  • Du bist das Feuer, das alle Unreinheit wegschmilzt.
  • Du stehst mir bei, wenn ich im Schmelzofen geläutert werden wie Silber.
  • Du ergreifst tröstend meine Hand.
  • Du lässt mich zur Ruhe kommen.
  • Du gibst tiefen Frieden in mein Herz.
  • Du umgürtest mich mit deiner Kraft.
  • Du salbst mein Haupt mit Öl, gibst mir Autorität für meine Aufgaben.
  • Du schenkst Weggefährten, die mit mir gehen.
  • Du begleitest mich auf meinem Weg und du gehst mit auf jede Reise.
  • Du öffnest meinen Blick und führst in die Weite.
  • Du überströmst mich mit frischen Wasser.
  • Du machst mein Herz leicht und froh, denn ich bin nie alleine.
  • Du gestaltest mich um in Jesu‘ Bild.
  • Du jubelst mir zu, weil du dich über mich freust.
  • Du gibst mir neue Kraft, wenn meine Kraft zu Ende ist.
  • Du bewirkst neues Leben wo Tod sich breitgemacht hat.
  • Du schwenkst am Ziel die Siegesfahne.

Meine Zeit und mein Leben möchte ich dir zur Verfügung stellen, damit du all das sein kannst.

Bei einem Stillen Tag am Pfingstwochenende sollten wir ein Bild oder eine Collage zum Thema ‚Heiliger Geist‘ darstellen. Das, was uns bewegte, durfte einfließen. In einigen Magazinen fand ich Bilder, die für mich das darstellten, wie ich den Heiligen Geist wahrnehme und erlebe. So flossen verschiedene Ideen zusammen. Es ist noch sehr viel mehr, weil er einfach nicht zu fassen ist. Aber soweit mal meine Gedanken. Wenn dir noch mehr einfällt, kommentiere gerne.

© Katharina Kopp, Mai 2021

Unterwegs

Alleine läufst du, 
hoch oben in den Bergen,
weg vom Gedränge.
Die Menschenmenge - 
längst hinter dir gelassen,
bist ganz auf dich gestellt.
Und du läufst weiter. 
Was suchst du im Gebirge,
dort oben ohne Halt?
Zögernd steigst du hoch, 
Wer wird dich je versteh'n?
Bist du jetzt ganz allein?
Entdeckst du neben dir 
läuft unsichtbar ein Führender,
er leuchtet deinen Weg!
Stets läuft er mit, 
hör' und sieh' auf ihn, der führt,
den Weg, wenn du ihn lässt!
Kein and'rer gibt dir Rat,  
nur seine leise Stimme
hörst du wie von fern.
Nur sacht erahnst du 
den Wunderbaren Ratgeber,
den ew'gen Beistand.
Tröster in der Not, 
Erfinder neuen Lebens,
Zuflucht und Hilfe.
Er füllt von innen, 
gibt neue Kraft und Zuversicht,
führt dich endlich heim.
So lauf denn mutig 
diesen Lebensweg voran!
Sei kühn, denn er geht mit!
Und kommst du oben an, 
dort, wo kein Mensch dich sehen kann,
bleib' stets gewiss:
Du läufst ja nie allein, 
er ist dein Wegbegleiter,
geht mit und wartet schon!

Passend zu Pfingsten:

Dieses Bild, das seit vielen Jahren in meinem Herzen ruht und mich bewegt, will endlich in die Freiheit gelangen. Ein Bild für alle, die sich manchmal fragen, warum es so herausfordernd ist, den Weg zu geh’n, wenn keiner mitkommt. Hier ist ein ew’ger Trost: Die Führung des Heiligen Geistes bleibt erhalten, auch wenn die Weggefährten zurück bleiben. Wie ein unsichtbares Seil ist er ein sicherer Halt an Orten, die mühevoll und herausfordernd sind. Er will dein ewiger Weggefährte sein und bleiben. Bist du schon mit ihm unterwegs? Es lohnt sich!

© Katharina Kopp

Sehnsucht

Die Sehnsucht ruft tief drinnen, 
nach Begegnung wahr und echt,
Berührung von weit innen -
Das wäre ganz und gar nicht schlecht.
Wer hat die Sehnsucht dir ins Herz gelegt? 
Der hat dafür gesorgt, dass dieses schlägt.
Sehnsucht nach Frieden und Freiheit,
nach Liebe und Verbundenheit.
Alles beginnt mit seiner Sehnsucht, 
er sehnt sich nach dir als Gegenüber,
Wenn seine Liebe dich besucht,
wirst du laut jubeln darüber.
Selbst unser Weltall ist gebaut, 
aus dieser tiefen Sehnsucht,
von einem der uns ruft ganz laut:
Kommt her, die ihr nach Fülle sucht!
Kommt alle her, trinkt, esst und kauft, 
ihr Armen ohne Hab und Gut!
die ihr vergeblich sucht und lauft,
nehmt hin die Fülle, fasst neu Mut!
Doch leider weichst du dem oft aus,
Herr Trübsinn macht sich in dir breit,
der tropft wie kalter Regen auf dein Haus,
und im Gepäck führt er Frau Einsamkeit.
Frau Einsamkeit blickt sorgenvoll,
die Sehnsucht hat sie unterdrückt,
und singt ihr Lied nur noch in Moll.
Ob dieser nächste Schritt ihr glückt?
Den Durst nach Leben stillt nur er, 
den ew'gen Bund schließt er mit dir, 
lebend'ges Wasser gibt er mehr und mehr,
das was er reicht, genügt auch dir.
Ohn' dich will er nicht sein, 
ohn' ihn bist du allein.
Doch gibst du dieser Sehnsucht Raum,
stillt sich vielleicht der Lebenstraum.
Frau Einsamkeit nicht gerne weilt,
wo Frohsinn und Begegnung lebt.
Herr Trübsinn auch von dannen eilt,
und Hoffnung neu das Herz belebt.

© Katharina Kopp

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Kathakritzelt.com hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.

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Verzagt?

Was wenn...? 
Heute ist
Alles gut.
Soweit.
Aber was kommt?
Morgen?
Übermorgen?
Wie wird es sein?
Ängste?
Sorgen?
Fragen?
Doch heute ist
Alles gut.
Soweit.
Und morgen?
Jeder Tag
Sorgt
Für sich.

Dieser Text lebt von dem, was zwischen den Zeilen geschrieben ist. Wie füllst du die Leerstellen?

(c) Katharina Kopp

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