Die Bruchbude

Undicht 
Das Dach
Trauer über Verlust
Wut und Schmerz im
Bauch
Idylle 
War gestern
Heute ist Zerbruch:
Regen durchdringt die Decke:
Schutzlos.
Druck 
Auszuüben wäre
Der sichere Tod
Für dieses zerbrechliche Gebilde
Vorsicht!
Ausgeliefert 
Allen Stürmen
Die darüber gehen
Baut einer wieder auf?
Dennoch?
Streit  
Flammt auf
Ebbt wieder ab
Schwelt vor sich hin
Brandgefährlich.
Warum 
Misslingt fortwährend
Kampf um Frieden?
Einsam rufst du ins
Nichts.
Abreißen oder erneuern?
Abreißen 
Oder erneuern?
Entkernen und stützen,
Die alte Substanz erhalten?
Hoffnung?
Doch 
Aus Schrott
Kann Neues werden
Wenn du es wagst
aufzubrechen.
Erneuern 
Kann lohnen:
Substanz für Neues
Sinnvoll nutzen und friedlich
Leben.

© Katharina Kopp

Kathakritzelt.com hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.

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Mystischer Horizont

Augenweide 
Dieser Blick
In den Himmel
Von rosenrot bis himmelblau
Majestätisch!
Schleierverhangen
Schmerz 
So schön
Die Tränen fließen
Durch Schleier siehst du
Traumland.
Nebelverhangen 
Der Horizont
Alles noch verborgen
Die Mystik des Werdenden
Ahnungsvoll.

© Katharina Kopp

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Nebelgedanken (II)

Sechs Elfchen zum sechsten elften, der zweite Teil von „Nebelgedanken“. https://mitgotterlebt.org/2022/11/05/versteckt/

Der Gedanke, den ich hier beschreibe, beschäftigt mich schon ziemlich lange. Oft habe ich das so erlebt. Und mich jedesmal wieder über die enthüllte Schönheit gefreut, wenn die Nebelschwaden sich lüfteten und die Sonne durchbrach, um Licht ins Verborgene zu scheinen.

Nebel 
Mal wieder
Verborgen dein Weg
Wann brichst du durch,
Sonne?
Fragen 
Und Zweifel
Wohin geht es?
Keine Hoffnung, kein Licht.
Zukunftsangst.
Verzweifelt 
Viele Tage
Wie lange noch?
Doch da: ein Fünkchen
Licht?
Vergeblich 
Hoffnung enttäuscht
Mühsam gehst du
Schleppst dich gequält voran
Ausdauerlauf!
Endlich 
Ganz zaghaft
Gib niemals auf!
Zeit für ein Fünkchen
Perspektive?
Licht 
im Verborgenen
Glanz des Enthüllten
Schönheit durchbricht die Nebelschwaden.

(c) Katharina Kopp

Nebelgedanken (I)

Fünf #Elfchen zum fünften Elften – dem Nebelmonat. Es ist spannend, morgens das Wechselspiel zwischen Sonne und Nebel zu beobachten, fast wie ein täglicher Kampf. Oft braucht die Sonne bis Mittags, um durchzubrechen. Der Nebel ist fast wie ein Mantel, der sich schützend um das Tal legt, es unter sich versteckt. Fast tut mir der Sieg der Sonne leid, so sehr ich mit ihr um den Sieg bange. Auch der Nebel hat seinen Part und wirkt so beruhigend. Teil II ist dann hier zu finden: https://mitgotterlebt.org/?p=2696

Nebel 
Alles dicht
in Watte eingepackt
eingehüllt in eine Wolke
Geheimnisvoll.
Suppe 
Alles weiß
Eine dichte Decke
Alles darunter verborgen, sicher
Zugedeckt
Sonne 
fragt vorsichtig
dann ungeduldig werdend:
Wann bin ich dran?
Warte! 
Sonne fragt vorsichtig: „Bin ich heute noch dran?“
Mutig 
und entschlossen
bleibt sie dran
bricht sich unaufhaltsam Bahn
Sieg!
Sicht 
Alles klar
Nebel ist besiegt
Sonne hat ihn vertrieben
Heute.
(c) Katharina Kopp 

Herbstlicht

#Elfchen Monat!! Zwei Elfchen zum zweiten elften. Weiterhin einen gesegneten November!

Sonne 
Noch immer
Aber sie scheint
Anders als sonst, tiefer
Weg!
Dämmerung 
Kommt schneller
Dunkel bleibt lange
Nutze die hellen Stunden
Aus.

© Katharina Kopp

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Freiheit

Es ist #Elfchen Monat!! Zwei Elfchen zum ersten elften. Wünsche euch einen gesegneten November!

Freiheit 
Zu schreiben
Und zu reden
Oder auch zu schweigen
Leben!!
Lieben 
Und lachen
Sich unbändig freuen
Oder auch ziemlich traurig
Sein.

© Katharina Kopp

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Herbstphänomene

Herbstbaum 
Leuchtende Farben 
aus der Ferne
versprühst du deinen Glanz
Wunderschön
Leuchtende Farben
Herbstbaum
Jetzt ist
deine fruchbarste Zeit
erntest, was du gesät
Gaumenschmaus
Erntezeit
Herbstwald 
Raschelnde Spaziergänge
Laub ohne Ende
Tiere sammeln eifrig Nahrung
Vorbereitung
Raschelnde Waldspaziergänge
Herbstbaum   
Ganz leise
lebst du ab
Der Sommer ist vorbei
Winterruhe
Ganz leise lebst du ab
Herbstbaum 
Deine Schönheit
Zeichen des Sterbens
Der Zerfall ist vorprogrammiert
Blattleer
Kahl
Kahl 
Eine Saison
Doch neues Leben
Ersteht aus der Wartezeit
Frühjahrsblüte

© Katharina Kopp

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Zeichen des Zerfalls

Epilog

Die herbstlichen Bäume inspirieren mich zum Nachdenken. Kurz vor dem Ableben noch so viel Schönheit. Aber bei genauerem Hinsehen sind all diese Farben nur Zeichen des Zerfalls. Doch die Bäume wachen im Frühling wieder aus dem Winterschlaf auf. Wie ist das mit uns Menschen? Hier ist eine etwas nachdenkliche Zugabe zu dem Thema:

Herbstmensch 
Schwindende Kraft
Erfahrung trägt Frucht
Kommt deine Erntezeit jetzt?
Dennoch!
Herbstmensch 
Nicht ewig 
Währt deine Zeit
Dein Blatt fällt sanft
Hoffnung
Herbstmensch 
Im Frühling
wartet neues Leben
in Gottes ew'ger Welt
Auferstehung
Herbstmensch 
Sei getrost
Dein Schöpfer wartet
Wenn du ihn kennst
Ewigkeit
Hoffnung auf neues Leben

Bist du bereit?

…diese Frage wurde mir gestellt und damit war klar: ich hatte die Wahl.

Aber erst mal von vorne. Es war Ende 2019. Ich war in meinem sechsten Jahr als Schulleiterin der CSK, einer bilingualen Grundschule in Kandern. Die Arbeit machte mir viel Freude und gab mir sehr viel Gestaltungsspielraum. Andererseits war sie auch ziemlich herausfordernd und brachte mich immer wieder an meine Grenzen. Daher hatte ich 2 Jahre zuvor ein Sabbatical beantragt und angefangen, Geld dafür anzusparen. Der geplante Zeitraum war ab September 2020, also das darauffolgende Schuljahr. Was in dieser Zeit geschehen sollte, war noch nicht klar. Eine Zeitlang ins Ausland, eventuell sogar für länger und damit ganz aus der Schule aussteigen? Viele Gedanken und Ideen bewegten mich.

In Kandern hatte ich Kontakt zu Wycliff (https://wycliff.de) bekommen über Freunde, die sich im Bereich der Bibelübersetzung, Sprachforschung und Alphabetisierung engagieren. Im Sommer 2019 besuchte ich eine Freundin, die mittlerweile von Kandern nach Holzhausen umgezogen war. Ich fuhr mit Freunden frühmorgends los. Im Gespräch auf der Hinfahrt erzählte ich, dass ich bereits mit 17 vorgehabt hatte, mal bei Wycliff in der Bibelübersetzung mitzuarbeiten. Das war dann aber ziemlich in Vergessenheit geraten. Meine Freundin meinte nur nebenbei: „Es ist ja noch nicht zu spät.“ So nebensächlich der Satz gesagt worden war, er saß und bewegte mich. Sollte das Gottes Weg sein?

Ende November fand ein STEPS Wochenende statt (wie übrigens dieses Jahr Anfang Dezember auch wieder: https://wycliff.de/steps-2022/). Ich hatte mich angemeldet, um zu prüfen, ob und in welchem Bereich ich bei Wycliff mitarbeiten könnte. Aber es kam dann ganz anders und doch ziemlich überraschend.

Nach jeder Einheit fand ein Gespräch mit einem Mitarbeiter statt, in meinem Fall war das Hans-Georg Will, der Personalleiter von Wycliff. In unserem zweiten Gespräch fragte er mich, ob ich mir vorstellen könnte, die Personalleitung von ihm zu übernehmen, weil er in Ruhestand gehen würde. Das kam für mich ziemlich unerwartet, ich begann aber, darüber nachzudenken und zu beten. Abends besuchte ich noch meine Freunde in Holzhausen und betete auch mit ihnen, ob das dran ist. Als ich später im Bett lag, hatte ich den Eindruck, dass Gott mit mir reden möchte, wie ich dies bereits öfter erlebt hatte. In diesem Moment überraschte es mich jedoch, da ich eigentlich schon schlafen wollte. Doch nach anfänglichem Zögern war ich wieder hellwach. Denn jetzt hörte ich ganz klar die Frage:

Bist du bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, wenn dies die Werke sind, die ich für dich vorbereitet habe? „Wenn dies der Platz ist, den ich für dich vorgesehen habe, bist du bereit?“

Epheser 2,10

Er fragte weiter, ob ich bereit wäre, wie Hur und Aaron die Hände Moses, die Hände derer hochzuhalten, die sein Reich vorantreiben (vergleiche die Geschichte in 2. Mose 17,2). Ich spürte, das war eine ernste Anfrage, die ich nicht einfach beiseite schieben konnte. Bereits als Teenager hatte ich Gott gebeten, die Führung über mein Leben zu übernehmen, da er besser weiß, was er in mich hineingelegt hat und mich besser kennt, als ich mich selbst kenne. Daher war für mich klar, was ich als nächstes zu tun hatte. Ich war zwar mit der Frage in das Wochenende gegangen, ob sich eine Tür für meinen weiteren Weg auftun würde, doch so eine klare Führung hatte ich nicht unbedingt erwartet. Aber bis heute bin ich sehr dankbar dafür.

Völlig überrascht machte ich mich also in der ersten Dezemberwoche daran, meine Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen und den Abschluss an meiner Schule in die Wege zu leiten. Aufgrund der Sabbatzeit, die ich noch nehmen wollte, bot sich eine Mitarbeit erst ab Januar 2021 an, nicht wie eigentlich von den Kollegen bei Wycliff anvisiert, bereits im September 2020. Trotzdem stand nach einigen Gesprächen mit Leitung und Vorstand von Wycliff fest, dass ich ab Januar 2021 in die Personalabteilung einsteigen würde, mit der Chance, vorher noch eine Sabbatzeit zu machen. Meinen Vertrag konnte ich noch am Freitag vor dem Lockdown im März 2020 einwerfen. Hätte jemand damals geahnt, wie die kommenden Jahre von einem Virus dominiert sein würden? Ein Stückweit sehe ich darin aber auch Gottes akkurate Zeitplanung, denn durch die Schulschließung hatte ich Zeit, Vieles zu ordnen vor meinem Abschluss.

Und jetzt bin ich schon seit über einem Jahr bei Wycliff als Personalleiterin tätig. Auch diese Arbeit macht mir Freude und fordert mich heraus. Wie überall gibt es Schönes und Schweres. Aber ich bin so dankbar, dass Gott mich wieder einmal einfach punktgenau geführt hat. Er wusste, dass dieser Job zu mir passen würde, auch wenn ich im ersten Moment gar nicht so recht verstand, was sich dahinter verbergen könnte.

(c) Katharina Kopp

Totengeist und Feuer Gottes

Totengeist - regiert so oft, 
Heimlich an deine Türe klopft:
'Wie schön wär' es schon jetzt
Im Himmelreich zu sein
gesund und völlig unverletzt.
Dort wäre ewig ich daheim.'
Doch diese Sehnsucht ist nicht echt. 
Was du begehrst ist gar nicht recht.
Es klingt so fromm und sehnsuchtsvoll.
Doch jetzt ist noch nicht Zeit zu geh'n,
erfüll erst noch des Lebens Soll!
In Vielem sollst du noch besteh'n.
Der Geist des Todes ist gefährlich. 
pass' auf das Leben auf und wehr' dich!
Vor allem lass' das Feuer Gottes ein.
Das geht ganz leise ohne groß' Geschrei!
Dies' Feuer brennt dich völlig rein.
Der Tod muss flieh'n, dann bist du frei.

© Katharina Kopp

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Heute hat der Sonntag gedichtet, da die letzten Dienstage nicht so recht reimen wollten. Diese Predigt von Pierrot Fey hatte mich dazu inspiriert: https://youtu.be/jjFyriD7rEk

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