Reise von Burbach nach Binz (Rügen) – Teil 1

10. Juli 2021: Der Tag startet früh – wie jeder Reisetag bei mir. 5 Uhr bin ich wach, letzte Kleinigkeiten erledigen, die Wohnung soll ja auch einigermaßen ordentlich und sauber sein… und dann geht’s los!! Mal wieder ein Abenteuer!!

So befinde ich mich um 6.50 in Burbach am Bahnhof. Strahlende Sonne empfängt mich und meine Reisefreude ist noch frisch und unverbraucht. Mal sehen, was mich noch so erwartet!

Im ICE nach Hamburg sitze ich dann erst mal ein paar Stunden und hole etwas Schlaf nach. Nicht ahnend, was mich noch erwarten würde.

Als Ungeimpfte brauche ich für meine Umterkunft einen 24h negativen C-test. Die Umsteigezeit in Hamburg sollte reichen. Da lasse ich es drauf ankommen. Ich warte… und bin fast an der Reihe. Unten am Bahnsteig sehe ich meinen Zug – auch der macht sich bereit zur Abfahrt. Das wird knapp – doch jetzt bin ich endlich an der Reihe getestet zu werden. So schnell es geht bringen wir die Prozedur hinter uns – und ich eile zum Aufzug, dann rase ich mit dem Rad über den leeren Bahnsteig. Geschafft!! Mit dem Rad im Zug und völlig außer Puste gerade noch den Zug erreicht!! Was ein Glück!

Doch zu früh gefreut! Denn es ist verboten auf dem Bahnsteig Fahrrad zu fahren. Die Bahnmitarbeiterin nimmt ihren Job sehr genau. Sie kommt extra und befiehlt mir unter Androhung der Polizei, aus dem abfahrbereiten Zug auszusteigen. Es sei keine Rennstrecke. Meine Entschuldigung interessiert sie wenig. So ausschließlich nur freundliche Worte kommen auch aus meinem Mund nicht. Und ich tue wie befohle und steige aus dem Zug – innerlich ziemlich geladen.

Was nun!! Der nächste Zug soll eine Stunde später fahren. So radle ich nach Hamburg rein und erhole mich etwas von den bisherigen Strapazen. Im Lauf der Zeit wird mir jedoch klar, dass es viele Zugverbindungen gibt, die ich gar nicht nehmen kann. Da meine Weiterfahrt keine Reservierung hat, darf ich nur Nahverkehrszüge nehmen, Busse gehen mit dem Rad auch nicht. Meine einzige Option: 17.05 Abfahrt – 22.55 Ankunft in Binz/Rügen inklusive viermal umsteigen. 😐🤨

Da merke ich, dass ich die 20 längst überschritten habe und meine Kraft nicht mehr für weitere unvorhersehbare Situationen reicht. Ich entscheide  meine Weiterreise auf den nächsten Tag zu verschieben. Nach einigem Überlegen fällt mir die Lösung ein:

Eine liebe Tante und ihr Mann leben nicht weit von Hamburg. Sie rufe ich an und kann bei ihnen übernachten. Wir sehen uns selten und freuen uns an dem unverhofften Wiedersehen.

Müde sinke ich später in ein liebevoll gemachtes Bett. Wie gut, dass ich den Zug verpasst habe und dadurch Gelegenheit zu diesem Besuch habe. Morgen kann ich dann mit neuer Kraft weiterfahren.

(c) Katharina Kopp

4 Kommentare zu „Reise von Burbach nach Binz (Rügen) – Teil 1

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